Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet


Name Nachricht
VolkerF4


R4-Novize

Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet, 09.10.2008 21:37


Hat jemand von euch das Oldtimermarkt Sonderheft "Youngtimerpreise" vorliegen? Seht euch mal die Preise an, die dort für den R4 in unterschiedlichen Zuständen notiert werden.

Meiner Ansicht nach ist die Aufstellung viel zu ungenau. 2. bis letzte Serie werden in einen Topf geworfen, das einzig genannte Sondermodell ist der Safari, Cabrios werden nicht erwähnt, aber sehr wohl gehandelt. Und Kastenwagen?

Sorgen mache ich mir vor allem deshalb, weil ich mich frage, auf welcher Basis bei einem unverschuldeten Unfall der Schaden reguliert wird!?! Verliere ich da eventuell eine 71er zweite Serie und bekomme nur den 89er GTL ersetzt?

Bitte Leserbriefe schreiben!
Grüße
elch101



Profischrauber
1677 Beiträge

RE: Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet, 09.10.2008 23:37


Putzig, wie sich die Zeiten ändern. Früher war man froh, wenn einem die Kiste nich unter‘m Arsch weggefault is und den TÜV gepackt hat und heute braucht‘s ein Classic-Data-Gutachten :). Aber im Ernst, um im Schadensfall reellen Ersatz zu erhalten benötigt man wohl eh‘ ein individuelles WGA. Und ich krieg jetzt wieder von Ingo was auf‘s Dach wegen ungebührlichen Forum-Verhaltens.
Thomas Pucci


RE: Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet, 13.10.2008 09:13


Hallo Volker,
leider hab ich erst heute gelesen, dass Du auf einen Kaffee bei der Veterama vorbei kommen wolltest - sorry.... aber wir haben uns auch so nett unterhalten.
Ingrid hatte ja vor ca. 1 Jahr den Unfall mit der 2. Serie (68er). Da war es gaaaaanz wichtig, das man dem Gutachter glaubhaft machen konnte, welchen Aufwamd man beid er Restaurierung hatte. Deshalb Fotos machen ohne Ende. Kostet ja heute nichts mehr.
Das zahlt sich aus.
Kritisch ist nur die Situation mit der Restwertbörse.
Aber das ist ein anderes Thema....

B4

Thomas

 HomePage  
*RK*



R4-Fahrer
64 Beiträge

RE: Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet, 16.05.2012 19:32


Tach zesamme - ich will mich mal an diesen thread anhängen:

Ich erhielt heute eine Kurzbewertung (für die OCC Vers.) eines Classic Data "Schätzers" für meinen ‘68er 747cc R4.

Diese Kurzbewertung attestiert "Gesamtzustand 2-" und Marktwert 4.100 €. Ich möchte nicht die Zustandsnote kritisieren - ich halte sie für fair - aber über die genannten Marktnotierungen wundere ich mich etwas:

Stand 05/2012:

Zustand 1 : 8.500 €

Zustand 2 : 5.000 €

Zustand 3 : 2.800 €

Zustand 4 :    800 €

Zustand 5 :    300 €

Unnötig zu erwähnen, dass ich sehr deutlich mehr bezahlt habe. Die genannten Marktnotierungen kommen mir allerdings nach einjähriger Beobachtung des Marktes für den 2. R4 Typ etwas merkwürdig niedrig und unrealistisch vor. Ganz zu schweigen von Zustand 1: Wo ist da ein Markt?

Geht das anderen auch so oder bin ich betriebsblind?

Gruß, Roland

Ganzalteisen: 56 Oldsmobile 88 Coupé - 68 Renault 4. Alteisen: 96 Chrysler Voyager 3,3 - 98 Smart
Alt 68er


R4-Novize
12 Beiträge

RE: Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet, 16.05.2012 21:37


Hi Roland!

Das habe ich auch noch auf dem Programm. Bei wem warst Du denn? Nur, dass ich da nicht auch hingehe!

LG von um die Ecke!


*RK*



R4-Fahrer
64 Beiträge

RE: Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet, 16.05.2012 22:22


Ich war bei Liebscher in Bonn, Potsdamer Platz 7. Aber das ist nicht dessen Problem sondern das von Classic Data. Er ermittelt seinen Zustandswert und gibt den an Classic Data und die machen dann den Bericht mit Hilfe ihrer Datenbank.

Der Inhaber von Liebscher war o.k.

Gruß, Roland


elch101



Profischrauber
1677 Beiträge

RE: Der R4 und wie ihn Classic Data bewertet, 19.05.2012 22:38


Gutachten erstellen ist ein Geschäft wie jedes andere auch. Die Gutachten werden der Erwartungshaltung der jeweiligen Auftraggeber angepasst. Die einen machen es ziemlich offenkundig, CD gibt dem ganzen einen seriösen Anstrich. Damit ist es ziemlich egal, ob das Gutachten am Potsdamer Platz in Bonn oder am Bonner Brunnen in Potsdam erstellt wird.

CD legt sehr strenge und umfangreiche Prüfkriterien zu Grunde. Die kommen dann aber in der Praxis eher nicht zum Einsatz. Einmal weil der Prüfer evtl. nicht wirklich 3,5 Std. unterm Auto und im Motorraum rumkrabbelt und dann würde es sich wohl auch nicht gut machen, wenn man der Mehrzahl der Besitzer wirklich schöner Oldtimer sagen müsste, daß ihr Schätzchen gerade mal ‘ne 3-4 ist.

Recht wunderlich ist natürlich auch, wie CD zu Marktbewertungen kommt bei Fahrzeugen, die in den besseren Zustandsnoten höchstens 2-3 mal im Jahr angeboten werden. Der Marktwert ist, was man für ein Fahrzeug bekommt ohne das es sich die Reifen plattsteht bzw. was man hinblättern muß, damit‘s einem kein anderer wegschnappt und nicht was in irgend welchen Listen steht.