Blauer Qualm
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66er_R4

R4-Novize 34 Beiträge
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Blauer Qualm, 16.05.2013 16:07
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Mein R4 (750ccm) qualmt aus dem Auspuff, wenn ich nach längerem Leerlauf Gas gebe. Der Qualm ist hellblau und riecht nach verbranntem Öl. Nach ein paar Gasstößen ist wieder alles in Ordnung. Der Motor hat neue Laufbuchsen und Kolben. Ich vermute eigentlich ausgeschlagene Ventilführungen als Ursache. Das scheint beim R4 aber so gut wie nie vorzukommen. Hatte jemand schonmal sowas und weiss einen Rat? |
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Gullewatsch

R4-Fahrer 60 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 17.05.2013 11:12
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Hallo, Wenn neue Kolben und Laufbuchsen drin, sind sind sicher auch neue Kolbenringe drin. Dann denk ich mal an Ventilschaftdichtungen. Bleibt die Frage hat der R4 sowas? Im WerkstattHandBuch nix gefunden... Was aber nicht unbedingt heissen muss... Laut WHB geht der Rekord E ohne Nockenwelle. Öl zu dünn? Bei den alten Motoren lass ich gerne die Finger von SAE 0W...
Geändert von Gullewatsch am 17.May.2013 11:13 |
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66er_R4

R4-Novize 34 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 07.06.2013 09:19
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Ich greife das Thema nochmal auf. Der R4 hat ab Werk keine Ventilschaftdichtungen. Es gibt aber welche als Nachrüstsatz bei "Der Franzose". Ist es Ratsam, die zu verwenden? Grüße Frank |
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R4F6 Alpine


Profischrauber 2055 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 07.06.2013 21:12
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Sorry, ich hatte gerade einen Roman geschrieben über nein, es sind 99,99% nicht die Ventilschaftdichtungen, sondern Kerzenbild, Kompression prüfen, Druckverlustmessung, Kurbelgehäuseentlüftung (beim 66er direkt ins Freie, aber vielleicht umgebaut?) Denn war er weg  Egal, welche Schaftdichtungen beim Franzosen meinst du, die für den 747er Motor ? Ventilschaftdurchmesser 8 mm ? Motor schon eingefahren ? Schreib mal etwas mehr über die oben angeführten Themen. |
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elch101


Profischrauber 1677 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 08.06.2013 10:24
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Die Schaftdichtungen vom Franzosen passen in der Regel nicht. Ich würde auch keine Montieren, weil die Ventilführungen der späteren abgedichteten Modelle eher verschleißen (beim C). Kann natürlich ganz andere Ursachen haben, aber eine nicht abgedichtete Ventilführung ist auf jeden Fall gut geschmiert. Wenn der Motor durch die Ventilschäfte Öl zieht, was bei Deinem kaum der Fall sein wird, ist das Montieren neuer Dichtungen eh für die Katz - dann müssen schon neue Führungen rein. Ein 850er den ich mit neuen KS Laufbuchsen vom unfreundlichen Hamburger versehen hab, hat ertmal auch etwas gebläut - hat sich aber schnell gegeben. |
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66er_R4

R4-Novize 34 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 23.06.2013 17:57
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Hallo nochmal, ich habe den R4 jetzt 5 Tage mit Kurzeitkennzeichen bewegt. Läuft ganz gut, aber die Ölwolke ist wirklich peinlich. Der könnte glatt als Nebelmaschine verwendet werden. Wie gesagt tritt das starke Bläuen NUR nach Ampelstehen oder längerer Bergabfahrt (Schubbetrieb) auf. Der Ölverbrauch liegt etwa bei 3 Liter / 1000 km. Die Kompression ist in Ordnung, das Kerzenbild ist schwarz, der Motor ist noch nicht eingefahren (erst 300km)! Ich habe dann doch die Ventilschaftdichtungen gekauft und auf die Einlassventile montiert. Durch die Auslassventile kann eigentlich kein Öl in den Verbrennungsrsum gelangen, da dort kein Unterdruck herrscht. Der Versuch ist aber gescheitert, nach kurzer Probefahrt keine Besserung festzustellen. Also doch den Zylinderkopf abgenommen um nach dem Fehler zu suchen. Die Ventile weisen ein gewisses Kippspiel auf. Die Einlassventile ca. 0,15 bis 0,2 mm, die Auslassventile ca. 0,2 bis 0,4 mm. Das könnte zwar besser sein, ist aber eigentlich im Rahmen. Ich habe jetzt noch einen anderen Verdacht. Die verwendeten Kolben sind für den Renault 4CV (es gab keine anderen). Die Einbaurichtung konnte ich aber nie wirklich festlegen, da die aufgeprägten Pfeile quer zu Fahrtrichung zeigen. Ich habe mich dann dazu entschlossen, den Pfeil zum Krümmer zeigen zu lassen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Pfeile die Drehrichtung angeben, habe aber keine eindeutige Antwort gefunden. Den Einbau habe ich sehr penibel vorgenommen, ich habe es zwar jetzt nicht überprüft, aber Fehler beim Einbau der Ringe kann ich praktisch ausschliessen. Irgendwie komme ich nicht mehr so richtig weiter. Mich würde der "Roman" zu den Gründen gegen die Ventilschäfte als Fehlerursache sehr interessieren. Dann könnte ich das wenigstens ausschließen. |
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R4F6 Alpine


Profischrauber 2055 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 23.06.2013 19:59
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Den Roman schreibe ich trotzdem nicht nochmal. Der Hauptgrund gegen VSD ist meine Erfahrung. Defekte VSD wie bei BMW oder Audi sieht man deutlich auf der Autobahn wenn deren Fahrer vom Gas gehen, passt also nicht zu deiner Fehlerbeschreibung. VSD gab es bei Renault für die alten R4-Motore nicht ausser bei wenigen späten Cleons, die Billancourts kamen ohne aus. Wenn es beim Gas geben qualmt tippe ich auf Kolbenringe. Wieviele hat er, 4 oder 5 ? Was sind denn das für Kolben ? Der Pfeil ist ja nur eine Hilfe, man kann den Kolbenbolzenversatz ja auch messen. Meinen letzten 750er 4CV-Motor habe ich vor etwa 30 Jahren zusammengebaut, daher weiss ich nicht mehr wie die Markierungen waren. Aber beim 850er Dauphine / R4-Motor weiss ich das die klappern wenn sie falsch zusammengebaut sind. Wenn es Altbestände oder schlechte Ware ist kann sich das Einfahren durchaus noch ein paar Kilometer (500-1000) hinziehen. Und "Einfahren" meint auch Einfahren, wechselnde Drehzahlen und Lastzustände... Kompression- oder Druckverlust- Messung hast Du nicht vorher gemacht ? Und was war nun mit der Kurbelgehäuseentlüftung ? |
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elch101


Profischrauber 1677 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 24.06.2013 00:18
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Durch die Ventilschäfte kann sich der Motor keine drei Liter Öl verabreichen. Wie sich verkehrt rum eingebaute Kolben auswirken weiß ich nicht, einer der wenigen Fehler, die ich noch nicht selber gebaut hab Fakt ist, der Pfeil zeigt beim R4 immer zum Schwungrad. Mir ist ein Fall bekannt, wo kürzlich GTL Kolben mit Pfeil quer aufgetaucht sind. Sowas würde ich nicht verbauen, denn wenn der Hersteller die Kolben nicht Mal richtig kennzeichnet, kann man sich über den Rest was denken. Und im Oldtimerbereich sind Nachbaukolben, die schlichtweg nicht verwendbar sind, keine Seltenheit. Wenn Dein Motor aber unauffällig und sauber läuft, ohne Rumpeln, ohne seltsame Geräusche, werden die Kolben schon richtigrum drinsein. Ältere Motoren, so etwa bis Mitte ‘70er, mit Gußringen haben strenge Einfahrvorschriften und die Verwendung von Einfahröl bzw. 20er Einbereichsöl soll wirklich wichtig sein - dennoch ist Dein Ölverbrauch auch für die Einfahrphase völlig undiskutabel. Am wahrscheinlichsten erklärt sich der Ölverbrauch bei dennoch guter Kompression durch fehlerhafte Hohnung. Du kannst einen wirklich guten Motorenbauer mit Oldtimererfahrung suchen und der ist wahrscheinlich in der Lage durch einen endoskopischen Blick auf die Zylinderwandung dazu was zu sagen. Du kannst moderne 839 ccm Kolben und Laufbuchsen verwenden. Die Kupferdichtung entfällt und wird durch die neuen Kunststoffringe ersetzt. Laufbuchsenpassung und -überstand müssen genau kontrolliert werden. Man braucht die Pleuel der neueren Ausführung mit 16mm Kolbenbolzen. Die Verdichtung steigt natürlich ein gutes Stück. Auslitern wird kein Fehler sein und über 9:1 würde ich nicht gehen. Die Vorteile: Kolben/Laufbuchsen sind spottbillig, von KS, moderne Kolbenringe, mehr Leistung. Thomas Pucci hat so einen Motor gebaut und bei ihm hat sich die Sache bewährt. |
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66er_R4

R4-Novize 34 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 25.06.2013 14:16
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Hallo nochmal, die Fehlerbeschreibung muss ich noch etwas präzisieren. Solbald ich das Gaspedal loslasse (Leerlauf, Schubbetrieb) fängt das Rauchen nach einigen Sekunden an. Wenn ich dann wieder Gas gebe, entleert sich sozusagen der Auspuff und hinterläßt eine große Blaue Wolke, der blaue Rauch hört dann aber sofort auf. Wenn ich das Gas nur ein wenig getreten lasse gibt es überhaupt keinen Rauch. Ich habe die Kompression gemessen, wenn ich mich recht erinnere, lag die gleichmässig bei 10Bar. Kann auch ein anderer Wert gewesen sein, ist schon zulange her, war auf jeden Fall unauffällig. Eine Druckverlustmessung habe ich mangels Gelegenheit nicht durchgeführt. Die Kurbelgehäuseentlüftung ist bei mir oben auf dem Ventildeckel und wird mittels Gummischlauch in den Vergaser geleitet. Den Stutzen auf dem Ventildeckel habe ich mit dem Mund geprüft -> alles frei. Das Hohnbild habe ich mir angeschaut, der Kopf ist ja runter. Zugegeben sind die Hohnspuren nur noch sehr schwach ausgebildet, die Zylinderwände sind fast glatt. Der Motor läuft ohne Geräusche, Die Kolbenbolzenbohrungen sind auch nicht versetzt, daher ist die Einbaurichtung unproblematisch. Aber es gibt auf einer Seite mehr Ölbohrungen unter dem Abstreifring als auf der anderen. Die Idee mit den KS Kolben ist nicht verkehrt. Leider habe ich im Moment keine entsprechenden Pleuel. Ich habe mir überlegt, die Ölzufuhr zum Kopf testweise zu verschließen und dann den Motor einige Minuten laufen zu lassen. Nur damit ich den Kopf als Ursache mit Sicherheit ausschließen kann. Dann könnte ich die Kolben noch versuchsweise drehen. Wenn dann es dann immer noch raucht, dann investiere ich nochmal in vernünftige Kolben / Zylinder. |
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elch101


Profischrauber 1677 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 25.06.2013 16:06
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Im Schiebebetrieb und im LL arbeitet der Motor gegen die geschlossene Drosselklappe und erzeugt mehr Unterdruck. Damit zieht er sich das Öl, egal woher, der Auspuff fungiert als Sammler und bein nächsten Gasstoß qualmt es dann ordentlich. Sichtbar schwache Honung bei 300 km ist schon seltsam - wenn Dein Ölverbrauch richtig gemessen wurde, das Fahrzeug also waagrecht stand, der Motor vorher kurz lief, und nach 300 km 1 Liter fällig war, dann ist nicht schwache Honung, bzw. Zylinderwände die schon halb blankpoliert sind das Problem, sondern die Zylinder wurden gar nicht richtig gehont und haben zuviel Negativprofil. Mit dem Honen wird dem Zylinder nicht nur der Kreuzschliff verpasst sondern auch die Rauftiefe des Bohrens zu einem definierten Grad beseitigt. Ist diese Rauhtiefe zu ausgeprägt, frisst der Motor reichlich Öl. Das läßt sich mit bloßem Auge aber nicht erkennen. Ich kenn das deswegen so genau, weil zu meiner Lehrzeit einige Serien neue BMW Boxer werksmäßig so ausgeliefert wurden  Denkbar ist aber auch, das die Kolben nicht die Form haben, die sie haben sollten. Das läßt sich mit bloßem Auge ebenfalls nicht erkennen und Nachmessen ist auch nicht so einfach, weil man keine Referenzwerte außer dem Einbauspiel findet. |
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66er_R4

R4-Novize 34 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 18.08.2014 11:34
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Ich wollte das Thema abschließend nochmals aufgreifen. Ich habe nochmals neue Laufbuchsen / Kolben verbaut und siehe da, kein Qualm mehr. Die Untersuchung der vorherigen Kolben ergab, dass die Ölabstreifringe nur an den Enden und in der Mitte getragen haben. Dazwischen befanden sich jeweils ca. 20mm Grosse Segmente, die keinen Kontakt mit der Zylinderwand hatten. Wie gesagt, jetzt ist alles gut. Ist natürlich blöd, wenn Neuteile solche Fehler aufweisen. Grüße Frank |
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elch101


Profischrauber 1677 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 18.08.2014 14:49
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Danke für die Rückmeldung. |
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R4F6 Alpine


Profischrauber 2055 Beiträge
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RE: Blauer Qualm, 18.08.2014 20:42
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Von welchem Hersteller waren denn die K/B-Sätze ? Könnte ja vielleicht noch wen interessieren  |
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