Bremslichtschalter 1966


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DKWWOLF



R4-Fahrer
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Bremslichtschalter 1966, 12.09.2014 21:17


Hallo zusammen,

wenn das Bremslicht beim 1120 iger von 66 zu spät aufleuchtet, wo muss ich dann suchen?

Am Pedal gab es damals noch keinen Schalter.

Im HBZ ist ein 2- poliger Anschluss, kann das  der Geber für die Bremsleuchten sein?

Eine BRAKEleuchte gab es ja noch nicht.

Bevor mir ein freundlicher Zeitgenosse das Heck kalt verformt wollte ich das mal mit Euch besprochen haben.

Im voraus vielen Dank an die ganz aktiven unter Euch!


sprowi



Profischrauber
2605 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 12.09.2014 22:24


Hallo DKWWOLF, das Thema wurde schon mal behandelt, kannst alles nachlesen.
Ja der Schalter sitzt im Häuptling  „wie Hans immer sagt“.

Neue gibt es beim Franzosen, alten Bremslichtchalter  raus und neuen rein, entlüften, oder gleich auch Bremsflüssigkeit erneuern.

elfundneunzig Fragen vom Neuling...


Cordialement Alois




Geändert von sprowi am 12.Sep.2014 22:32
WinfriedB


Profischrauber
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RE: Bremslichtschalter 1966, 13.09.2014 08:12


Den Bremslichtschalter am HBZ gab es mindestens bis in die 70er Jahre. 

Ich hab ihn seinerzeit auch mal getauscht. Dabei tritt minimal Bremsflüssigkeit aus. Lt. Auskunft eines Kfz-Meisters, der auch schon einige R4 in der Mache hatte, ist dann aber kein Entlüften notwendig. 

Wenn die Bremsflüssigkeit schon mehrere Jahre drin ist, sollte man sie aber zumindest überprüfen (lassen). 

 

 

 


DKWWOLF



R4-Fahrer
77 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 13.09.2014 09:35


Hallo sprowi,

hallo Winfried,

habe wahrscheinlich zuwenig Energie in die Suche gesteckt.

Aber dann war meine Vermutung richtig wie sollte sonst das Bremslicht erfahren das es leuchten soll.

 

Vielen Dank an Euch und ein schönes WE. 


R4-Hans



Profischrauber
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RE: Bremslichtschalter 1966, 13.09.2014 11:01


Hallo lieber DKW-WOLF,

das ist mit dem Bremslichtschaltern bz. Gebern für die BRAKE Kontrolle ist beim R4 in den verschiedenen Baujahren auch durchaus unterschiedlich gelöst - ist ja kein 3 = 6 *GGG*.

Also: wenn du VORNE einen Schalter mit ZWEI Steckanschlüssen hast (und das ist bei dem Bj. sehr wahrscheinlich) heißt das: altes System und es ist der BREMSLICHTschalter. Den tauschen und es sollte wieder funken. Entlüften würde ich, auch wenn Winfrieds Meister das nicht für unbedingt nötig hält, trotzdem, sonst könnte es passieren, dass sich eine Luftblase hält und der neue Geber erst recht zu lahm auslöst...

Ersatz hat z. B. der franzose: http://www.franzose.de/de/Renault/Estafette/Pedalwerk/ANR84013/

Hast Du aber einen Schalter SEITLICH am Häuptling (was ich bei einem 66er eher weniger glaube, wäre mir zumindest so nicht untergekommen) ist das der Geber für die BRAKE-Lampe. (Achtung, damit da keine Missverständnisse aufkommen: der reagiert nur auf den Druckunterschied beim Zweikreissystem, NICHT jedoch den BREMSFLÜSSIGKEITSPEGEL, sagt also nix aus ob Du womöglich schon fast leer bist !!!) In dem Fall solltest Du aber einen Bremslichtschalter am Pedal (und evtl. auch noch einen zusätzlichen am Handbremshebel) haben. Dann einfach mal den tauschen.

Hast Du aber weder noch und die Bremslicher gehen trotzdem an - ironie - na dann hast Du wohl den abgelegten R4 vom Uri Geller erwischt...

Alles Liebe,

Hans




Geändert von R4-Hans am 13.Sep.2014 12:32
DKWWOLF



R4-Fahrer
77 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 13.09.2014 20:17


Hallo Hans,

du hast ja so recht!

- der 3=6 ist ein Munga

- der einzige Schalter am "Häuptling" ist der mit den zwei Anschlüssen

- der Schalter und auch die Anschlußstecker sind nicht mehr Original (geschätzt Bauhaus 2009)

- das Bremslicht leuchtet schwach bei starkem Pedaldruck / Notbremsung

Kann es der falsche Schalter sein, oder ist beim wechsel des Schalters tatsächlich eine Luftblase enstanden?

Wer weiß?

Auf jeden Fall wünsche ich Euch einen schönen Sonntag

und verspreche mich zu melden wenn’s was neues gibt.


WinfriedB


Profischrauber
1319 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 13.09.2014 22:41


Überbrück doch einfach mal die beiden Kabelkontakte. 

Auch im Rücklicht mal nachsehen nach korrodierten Kabelsteckern oder Kontakten in der Birnenfassung.

 


R4-Hans



Profischrauber
957 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 14.09.2014 09:17


Fast lieber Wolf,

fast, der 3 =6 war eigentlich der F 91 gerne auch als DKW Sonderklasse bezeichnet....

.....der Munga war der Geländewagen.

So etwas hat übrigens ein Freund von mir in der Garage.

So und nun aber zum R4.

‘Falsche‘ Schalter gibt es schon, sowas wurde sogar gelegentlich vom franzmann versendet, aber die passen dann normalerweise gleich gar nicht.

Korrosion an der Elektrik ist immer ein Thema bei unseren Schmuckkästchen, da hat der Winfried definitv recht. Dafür würde auch das ‘schwache Glimmen‘ sprechen.Die Prüfung mit dem Kurzschließen der Kontakte ist da eine Möglichkeit das Problem einzugrenzen. Ich plädiere aber trotzdem für ein Kontaktservice, egal ob das Lämpchen damit eine Spur heller glimmt. Das schadet nie und bei 6V muß man rauskitzeln was nur irgendwie geht! (Ich weiß aus leidvoller Erfahrung wovon ich da rede...)

Kontaktservice:

Fassungen und Kontaktfahnen lassen sich gut mit feiner Stahlwolle putzen, danach sprühe ich sie mit Contact restorer (nicht normalem WD-40) ein. Das funkt dann normaler Weise wieder. Auf die Klemmmkontakte an der Fassung nicht vergessen!

Kabelschuhe tauschen hilft natürlich auch. Vor allem wenn sie schon mal ersetzt aber nur schlampig draufgepfriemelt wurden. Kabel direkt hinter dem Kabelschuh abzwicken, Kabel ca. 10mm abisolieren, Litzen verdrillen und verzinnen. Evtl. ein paar cm Schrumpfschlauch übers Kabel fädeln, Kabel bis zum Anschlag in den Schuh stecken und den Kabelschuh mit der Kabelschuhzange festklemmen.. Das geht zur Not und mit Gefühl zwar auch mit dem Schneidteil der Kombizange, aber eben nicht so ’richtig... Dann Schrumpfschauch aufschrumpfen und Du solltest deine Ruhe haben.

Wenn Du schon dabei bist, gönn auch Deinem Sicherungskasten ein kleines Programm. Gerade im Motorraum ist‘s ja nicht immer knochentrocken... Da findet sich dann oft Korrosion und damit hast Du eine schlechte elektrische Performance... Kontakte säubern, stark korrodierte Sicherungen ersetzen, Kabelanschlüsse prüfen, evtl. blank machen, einen Sprühstoß Contakt restorer drübersprühen - fertig.

Wenn danach immer noch nur schwaches Glimmen zu sehen ist, mußt Du wohl in den sauren Apfel beißen und dem franzmann 10 Euronen plus Versand für einen neuen Schalter löhnen...

Alles Liebe,

Hans




Geändert von R4-Hans am 14.Sep.2014 9:22
quatrellix


R4-Fahrer
89 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 16.09.2014 11:09


Bevor Du jetzt stundenlang suchst : ein (originaler) 66er hat gar keine Sicherungen...

Greüße,

Felix


WinfriedB


Profischrauber
1319 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 16.09.2014 13:02


 

 


R4-Hans:

Kabel ca. 10mm abisolieren, Litzen verdrillen und verzinnen. Evtl. ein paar cm Schrumpfschlauch übers Kabel fädeln, Kabel bis zum Anschlag in den Schuh stecken und den Kabelschuh mit der Kabelschuhzange festklemmen.. Das geht zur Not und mit Gefühl zwar auch mit dem Schneidteil der Kombizange, aber eben nicht so ’richtig...


Hallo Hans, 

 

hier muß ich dir leider entschieden widersprechen!!!

1. Das Verzinnen von Drahtenden ist ein absolutes No-go, außer wenn die Drähte anschließend verlötet werden sollen. Ich bin Elektrolurch und beschäftige mich auch mit der Verdrahtung unserer Geräte. Es gibt KEINEN Klemmen- oder Crimpsteckverbinderhersteller, der das Verzinnen gutheißt, die Klemmenhersteller untersagen es meist sogar ausdrücklich. Bei Crimpsteckern (zum Anquetschen) wird NUR abisoliert und verdrillt. (Verzinnen ist bestenfalls als sog. "tip soldering" erlaubt - Verzinnen des äußersten Ende des Drahtes, damit er sich nicht aufdröselt, aber NIE über die ganze abisolierte Länge). Bei Schraubklemmverbindungen nimmt man Aderendhülsen (mögichst mit passender Anquetschzange - in diesem Fall - s.u. - geht es auch ohne das spezielle Werkzeug). 

2. Flachsteckverbinder anquetschen geht NICHT zur Not mit dem (meist recht stumpfen) Schneideteil einer Kombizange, sondern GAR NICHT. Das Prinzip des Anquetschens oder Crimpens ist, durch hohen Druck eine gasdichte Verbindung der Drähte zum Steckverbinder hinzukriegen, außerdem werden die Einzeldrähte gasdicht verpreßt (d.h. im Querschnitt sind dann keine Lücken mehr zwischen den Einzeldrähtchen). Das geht NUR mit einer richtigen Flachsteckerpreßzange. Das von dir gezeigte Blechwerkzeug ist besser als die Kombizangenmethode, aber nicht viel.... ALLES ANDERE ist Pfusch (den sich noch nicht mal Renault erlaubt hat und das will was heißen), und neuer Ärger mit schlechten Kontakten ist vorprogrammiert. 

Es mag sein, daß die Methode, die du hier propagierst, AUCH funktioniert - die Frage ist, wie lange. Und wenn man sich schon die Mühe macht, sollte man es auch fachgerecht machen und an einer Flachsteckercrimpzange (beim Billigversender in brauchbarer Qualität für 10-15EUR zu kriegen) sparen. 

Entschuldige die etwas "klaren" Worte, aber auch Elektrik will fachgerecht gemacht sein und sollte nicht hinter das Niveau deiner sonstigen Arbeiten zurückfallen. 




Geändert von WinfriedB am 16.Sep.2014 13:06

 HomePage   Preisgünstige und gute Crimpzange (hab ich selber)
R4-Hans



Profischrauber
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RE: Bremslichtschalter 1966, 16.09.2014 19:35


Danke der Information lieber Winfried,

das habe ich so nicht gewusst, aber ich bin ja auch kein Funkenschuster (ganz im Gegenteil, die Elektrik ist nicht gerade mein liebster Arbeitsbereich)...

Das Verzinnen wurde mir vor einem guten viertel Jahrhundert von einem alten Motorradmechaniker wärmstens ans Herz gelegt - ich hab‘s daher bislang so gemacht und ehrlich gesagt auch nie hinterfragt...  Hatte zum Glück aber auch keinen Grund dazu. Warum hätte ich also zweifeln sollen, was mir der Mann sonst noch so alles an ‘altem Wissen‘ weitergegeben hat war eigentlich recht profund.

Alles Liebe,

Hans


WinfriedB


Profischrauber
1319 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 16.09.2014 20:47


Dafür ist ein Forum da: was man selbst nicht kann oder weiß, dafür finden sich dann andere. Ist bei der Fan-Seite meines markenfremden Oldtimers nicht anders. 

Ich hab übrigens auch noch Drahtenden verzinnt, als ich es schon längst hätte besser wissen können (hatte mal ein Maschinenbau-Praktikum gemacht, u.a. mit Schaltschrankbau). 

 

 

 


R4-Hans



Profischrauber
957 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 17.09.2014 09:22


Aus Interesse: Gibt es eigendlich eine technische Begründung, warum das Verzinnen kontraproduktiv ist lieber Winfried?

Aus der Logik heraus müsste ja das Verzinnen die Litzen gasdicht verschließen und daher Oxidation verhindern. Oder gibt das eine schlechtere Leitfähigkeit beim gecrimpten Verbinder?

Was macht man dann eigentlich bei Klemmverbindern und dergl. ? Hülsen drüberpfriemeln? Bei einigen (z. B. Puch-) Motorrädern waren serienmäßig sogar eine Art Blockklemmen verarbeitet (da hat der gute Mann die Drahtenden übrigens auch verzinnt). Das gibt ja alles keine so perfekte Verbindung der Drähte zum Verbinder wie die gecrimpten... 

Alles Liebe,

Hans


WinfriedB


Profischrauber
1319 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 17.09.2014 10:45


Natürlich gibt es eine technische Begründung für das Nicht-Verzinnen (siehe Link). 

Es ist richtig, daß die Litzen mit Verzinnen gasdicht verbunden sind. Nur kommt beim Anquetschen keine gasdichte Verbindung mit der Hülse des Flachsteckers zustande. Die einzelnen Litzen sollen sich in die innere Oberfläche des Steckers reindrücken. 

Bei Klemmverbindungen (d.h. Anschlußstellen mit Klemmschraube) gehört normalerweise tatsächlich eine Aderendhülse drauf. Für die gibt es natürlich auch spezielle Quetschzangen - sehr teure mit 4-Kant-Pressung und auch einfachere, die eine unterbrochene Längsrille in die Hülse drücken. 

Es gibt aber auch Schraubklemmen mit sog. Drahtschutz (erkennbar daran, daß unter der Klemmschraube noch eine dünne Blechlasche ist). An diese können Litzen auch ohne weitere Vorbereitung (Verdrillen sollte schon sein) angeklemmt werden. 

Im Kfz kommen sie nicht vor, aber der Vollständigkeit halber: es gibt auch Schraubklemmen nach dem "Fahrstuhlprinzip", bei denen die Schraube nicht direkt auf die Litze drückt, sondern einen Bügel hochzieht, der dann von unten gegen die Litze drückt. Für diese braucht man auch keine Aderendhülsen. 

Das alles ist keine Krümelkackerei, wie gesagt, Elektrik muß auch fachgerecht aufgebaut werden. Daß beim R4 und vielen älteren Modellen die Masseleitung grundsätzlich über die Karosse erfolgt, gehört nicht dazu... bei neueren Modellen wie meinem markenfremden Oldtimer ist in jedem Kabelstrang auch eine Masseleitung vorhanden. 

 

 

 

 

 



 HomePage   Warum das Verzinnen von Litzen gefährlich werden kann
DKWWOLF



R4-Fahrer
77 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 14.05.2015 21:23


An die ganz aktiven von Euch,

was ich von mir jetzt mal nicht behaupten kann.

Der Bremslichtschalter ist ersetzt, das Bremslicht funktioniert!!!

Bei der Gelegenheit habe ich auch den Temperaturschalter Kühlwasser als defekt entdeckt und erneuert.

Nach einbau brannte in meiner Armaturentafel die rote Kontrolleuchte was mich veranlasste sofort einen neuen Fehler zu suchen.

Neueste Erkenntniß: die Leuchte geht erst nach einer kurzen Weile aus, wenn Kühlwasser eine Erwärmung signalisiert.

Kann das jemand von Euch bestätigen? 


quatrellix


R4-Fahrer
89 Beiträge

RE: Bremslichtschalter 1966, 15.05.2015 12:27


Ja, das ist korrekt so, zumindest bei den ganz frühen R4.

Bei einem 66er hätte ich das nicht erwartet, aber wer weiß schon wer da wann was getauscht har...