Hallo, nachdem ich seit 3 Monaten fleißiger Mitleser im diesem wunderbaren und freundlichen Forum bin, wird es Zeit für eine kurze Vorstellung. Das erste Mal bin ich vor knapp 51 Jahren R4 gefahren, nämlich von der Klinik nach Hause. Meine Eltern hatten hintereinander drei R4, dann einen R16 und als Abschluß eine Fourgonette für den Hausbau. Nachdem ein Keramikabwasserrohr in einer Kurve ins Rutschen kam und die Fourgonette durch das Seitenblech verlassen wollte, musste für die mittlerweile 3 Kinder ein sichereres Auto her. Es begann die Volvozeit. Ich habe bin dann nach Erlangung der Fahrerlaunis bis 40 Motorrad gefahren, aber meine Frau hat mich durch ihr Auto zum bequemen alten Sack gemacht, der es mittlerweile toll findet, wenn man nicht immer den Unbilden des Wetters ausgesetzt ist und im Winter sogar heizen kann. So fahre ich seit 11 Jahren MB 100, was ja für den R4 schon eine gute Übung ist: Frontantrieb, Drehstabfederung, eigenes Fahrgestell und das Fehlen jeder Elektronik. Die Richtung stimmte. Dann kaufte eine Freundin eine Ente, um sie herzurichten und ich habe mal geschaut, was sowas kostet - nee, wirklich nicht. Aber ich war schon mal in den französischen Autoanzeigen unterwegs und ich bekam dann noch von einer anderen Freundin beim Entrümpeln eine wunderbare Tafel geschenkt, die ihr Bruder ihr in den 70igern angefertigt hatte. 
Jetzt gab es kein Halten mehr... Letztendlich wurde es dann ein GTL Restaurationsabbruch Bj. 84 aus dem Ruhrgebiet, den der Vorbesitzer aus den Niederlanden geholt hatte. Ihm waren dann aber die Schweißarbeiten zuviel. 
Und wie es so geht, gesellte sich vor 2 Wochen noch ein kroatischer Slowene Bj. 90, den es nach Wolfsburg verschlagen hatte, mit dazu. Der Wagen war also schon in 30 km Entfernung an mir vorbeigerollt, dann in WOB so geparkt worden, dass es die Nachbarin erzürnte und sie zum Brecheisen griff. Also wieder den alten Benz 500 km nach Norden gejagt und für ein kleines Schmerzensgeld auch diesen Wagen geholt. 
Nun ist der Hof voll und die Motivation hoch, denn der Slowene fährt und bremst. 
Und nun die erste Anfängerfrage, die ich trotz intensiver Forumsrecherche nicht wirklich lösen konnte: Wie befestige ich hinten Dreipunktgurte? Mein Franzose ist hinten mit Beckengurten ausgerüstet, die ich in den Slowenen einebauen könnte. Vermute, dass die Aufnahmen an den Innenkotflügeln irgendwelchen Schweißarbeiten zum Opfer gefallen sind oder ab Werk fehlen. 
So sieht ja das französische Original aus: 
Die Gewinde über dem Tank sind vorhanden. 
Ein Beckengurt wäre für den TÜV ja wohl ok, aber falls ich eben die statischen Dreipunktgurte reinbekomme, wäre mir das wegen meiner Nachkommen lieber. Sind das die oberen Befestigungspunkte hinten an der Heckklappe? 
Die letzte Frage betrifft das Twingodach. Da mein Dach eh schon kaltverformt ist, würde ich gerne wie in den Grünen auch ein Twingodach einbauen. Muß ich das eintragen lassen und gibt es da irgendwelche TÜV Probleme? 
Der Plan ist nun, den Weißen schnell zu tüven, um dieses Jahr noch fahren zu können. Der Grüne ist ein Fall für eine Restaurierung, da meine niederländischen Vorgänger kein Schweißgerät hatten und daher mit GfK, Spachtelmasse und Blindnieten gearbeitet haben - mit zugegeben guten optischen Ergebnissen. Vorher: 
Nachher: 
Weil ich aber ein Angsthase bin, will ich jetzt die Längsträger doch schweissen. So, jetzt wurde es doch eine lange Vorstellung, aber R4 Fahrer sind ja geduldige Menschen. Grüße aus Erlangen Martin |