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ophelia1

Edelschrauber 469 Beiträge
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Bremsverhalten, 15.11.2021 10:43
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Hallo, mein spanischer TL, Bj. 1987 zeigt seit neuerem ein spezielles Verhalten beim Bremsen. Ich fahre auf eine Kreuzung zu und bremse. Alles normal - normaler Leerweg, normaler Druckpunkt, normales Abbremsen. lasse ich die Bremse beim Abbremsen kurz los, so ca. 0,5 sec und trete dann wieder, dann hab ich keinen Leerweg mehr, die Bremse ist sofort hart , die Abbremsung ist normal. warte ich mit dem Wiederbremsen allerdings 1,5 sec, dann hab ich normalen Leerweg , normalen Druckpunkt usw. wie schon gesagt, dieses Verhalten ist neu! Liegt das jetzt eher am HBZ oder in den Bremssätteln/Kolben??? ich bin ein Verfechter des Schwarmwissens, klar hab ich auch ne eigene Meinung, aber von euch bestätigt wäre mir lieber... Grüße Volker |
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Wolen


Profischrauber 1226 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 15.11.2021 14:15
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Hallo Volker, den Effekt kenne ich von meinem 1985er F6 (gebaut in Frankreich) auch. Ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass das kein Problem ist - die Bremskraft ist da und die Bremse spricht ja sogar früher an. Viele Grüße Wolfgang |
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ophelia1

Edelschrauber 469 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 15.11.2021 16:24
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Na ja, es ist halt ein neues Verhalten - nach so langer Zeit und ich hätte gerne eine etwas "weichere" Bremse so fürs Gefühl. Denke, daß die/einer der Zangenkolben langsam fest geht und daher dieser Sattel nicht mehr spontan öffnet. Die Bremse wird heißer, der Verschleiß ist höher... Bekomme ich da Bestätigung von den Profis?
Grüße Volker |
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R4D4


Profischrauber 2735 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 15.11.2021 20:00
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Hallo Volker, ich kenn das im Zusammenhang mit alten und aufgequollenen Schläuchen. Oder eben mit langsam aber sicher festgehenden Kolben. Gebrochene Federn denke ich eher nicht, oder besser: sind mir noch nicht untergekommen. Wie alt ist denn die Bremsflüssigkeit? Gruß, Thomas |
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ophelia1

Edelschrauber 469 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 15.11.2021 20:56
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Ok, an die Bremsschläuche hab ich tatsächlich noch nicht gedacht. Hab zwar seit Jahren neue hier liegen, aber als Randschwabe wollte ich mit dem Wechsel warten bis der TÜV mich drauf anspricht....Bremsflüssigkeit ? 2005 ist mir der Wagen zugelaufen... ich hab sie noch nicht gewechselt... Ich sehe schon, da muß ich bei mit dem mittleren Besteck... irgendwie hab ich mein Verhalten aus der Studentenzeit - Never touch a Running System " nicht ablegen können... Nächsten Monat muß ich zum TÜV - alle 12 Monate hier in Spanien- mal sehen was der Bremsenprüfstand sagt. Momentan brauch ich den Wagen täglich, Anfang Januar wird es Zeit für die Revision geben. Müsste eh noch neue Dichtringe für die Kolben besorgen... Grüße Volker |
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sprowi


Profischrauber 2605 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 15.11.2021 22:18
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Nun, als ich den Bericht ein erstes Mal gelesen habe, habe ich gleich auf die Bremsschläuche gedacht. Aber nach der letzten Aussag, die Bremsflüssigkeit ist seit 2005 drinnen ........ 🤦🏻♂️ Was prüft eigentlich die ITV? |
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ophelia1

Edelschrauber 469 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 16.11.2021 08:20
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Wenn das so relevant ist mit der Bremsflüssigkeit, dann stellt sich mir die Frage: wer prüft den TÜV? Mein neuestes Fahrzeug in D ist ein GTL Bj. 82. - die Frage nach dem Alter der Flüssigkeit wurde noch nie gestellt. Alle anderen meiner Fahrzeuge in D bewegen / bewegten sich im Bj. um 1970/71... nie war das Alter der Bremsflüssigkeit bei TÜV / GTÜ ein Thema. Alleine rissiges Gummi führte zum " kommen Sie nochmals". Klar, nachdem R4D4 das angesprochen hat komme ich ins Grübeln.
Grüße Volker |
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ziegwolf

Schrauber 190 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 16.11.2021 09:03
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Hallo, eine alte Bremsflüssigkeit hat einen niedrigeren Siedepunkt, weil sie aufgrund dass sie Hydroskopisch ist, Wasser aufgenommen hat. Das führt dazu, dass beim langen Bergab-Fahrten durch die heißen Bremsen die Flüssigkeit "kochen" kann, und dann das Pedal im Worst-Case bis zum Boden durch geht! Mit dem Effekt, dass die Bremswirkung beim zweiten Mal bremsen weiter oben kommt, hat das meiner Meinung nach nix zu tun! Wenn man keine langen Bergfahrten macht, ist meiner Ansicht nach, ein, wie häufig geforderter, jährlicher oder zweijährlicher Bremsflüssigkeitswechsel nicht notwendig! Alle paar Jahre genügt da nach meiner Erfahrung! Bei Silikon-Bremsflüssigkeit ist er gar nicht mehr notwendig, da die nicht hygropisch ist! Siehe auch: 450542.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=bremsfluessigkeits_philosophie-r4&action=ubb_show&entryid=1136391814&mainid=1136391814&threadid=4&USER=user_450542 Ich tippe bei dem oben genannten Problem auch am ehesten auf zugeschwollene Bremsschläuche, die den Druck nicht so schnell abbauen lassen Gruß ziegwolf |
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R4F6 Alpine


Profischrauber 2055 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 16.11.2021 12:46
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Ändert sich denn was wenn Du die Handbremse anziehst ? |
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R4D4


Profischrauber 2735 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 16.11.2021 12:47
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Moin, meine Frage nach dem Alter der Bremsflüssigkeit zielte auf den Wassereintrag. Zwar tippe ich Volkers Beschreibung nach als allererstes auf die Schläuche. Wenn die Bremsflüssigkeit aber schon uralt ist, kann das schon mal zur Korrosion in den RBZ‘s führen mit der Folge, das die etwas schwergängiger werden. Was quasi indirekt ein ähnliches Bremsverhalten an den Tag legt, weil die Federn dann eben gegen einen größeren Widerstand ankämpfen müssen. Das ist so mein Wissenshintergrund. Und, was den Flüssigkeitswechsel betrifft: Die muß man nicht alle Jahre tauschen, das ist nur Panikmache und Geldschneiderei. Meine ist jetzt 14 Jahre drin, und da funzt noch alles prima. Thomas
Geändert von R4D4 am 16.Nov.2021 12:48 |
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sprowi


Profischrauber 2605 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 16.11.2021 14:49
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Ich bin doch sehr verwundert über die unterschiedlichen Auffassungen von Bremsflüssigkeit tausch.  In Österreich wird bei jeder /Jährlichen Überprüfung der Siedepunkt gemessen. Tausch dann alle 2 Jahre. 16 Jahre oder mehr sind schon heftig. Sollte so lange eine Bremsflüssigkeit nicht erneuert werde, so rostet die Technik von innen wegen der Hygroskopischen Feuchte. „Korrosion“ Liebe Grüße Alois
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+Zahnscheibe+

Profischrauber 619 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 19.11.2021 16:14
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Eindeutig ein innerlich verquollener Bremsschlauch.Nach dem Bremsen lässt dieser den Rücklauf der Bremsfluessigkeit nicht oder nur langsam zu. Bremsen kurz hintereinander: Bremse liegt noch an, festes Pedal. Später, nach langsamem Rücklauf der Bremsfluessigkeit, alles wieder normal. Mein Tip: Alle Bremsschlaeche wechseln. |
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R4Fahrer/in


Schrauber 127 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 19.11.2021 17:33
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Hallo Die Aussagen einiger "Vorschreiber" bezüglich der Bremsflüssigkeit ist richtig! Wegen der negativen Eigenschaft des hygroskopischen Effektes steht in den Serviceanleitungen das man diese alle zwei Jahre wechseln soll. Kriegt nur kaum einer mit, weil die Werkstätten es automatisch mit erledigen. Die Sachverständigen bei der HU prüfen es schon mit - nur durch das Betätigen der Bremse auf dem Rollenprüfstand! Wenn ihm da was auffällt meckert er schon... Aber Vorsicht mit der Silikonflüssigkeit - diese hat in Deutschland noch keine Zulassung. (Außer das Fz kommt original damit hierher.) Wenn, dann muss das komplette System penibelst gereinigt werden weil sich die beiden "Säfte" nicht miteinander vertragen. Gruß Michael |
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ophelia1

Edelschrauber 469 Beiträge
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RE: Bremsverhalten, 24.11.2021 11:52
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So, Schläuche sind neu, Kolben laufen leicht, Sättel sind mit Kupferpaste behandelt. Es lag ausschließlich am linken Schlauch. Der war vollkommen zugequollen. Danke an alle, die mit Ratschlägen geholfen haben. Ach ja... daß der Sachverständige bei seinen 30 sec. für den Bremstest was zum Zustand der Bremsflüssigkeit sagen kann, da setzt ich mal ein ganz fettes Fragezeichen hinter!
Bis zum nächsten Mal. Grüße Volker |
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