Demontage Hauptbremszylinder (Erfahrungsbericht)


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Alubrille



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Demontage Hauptbremszylinder (Erfahrungsbericht) , 06.01.2022 18:45


Hallo,

ich habe heute den Hauptbremszylinder getauscht (weil es darunter gebrannt hat und der R4 nicht mehr so gut bremst). Dabei bin ich fast verrückt geworden:

Die Befestigung muss sich ein Sadist ausgedacht haben. Oben eine Mutter im Motorraum und ein Bolzen von der Fussraumseite. Unten (sieht man erst mal nicht) das ganze anders herum. Das "Unten" habe ich erst bemerkt, als ich nach endlosem Gedrehe immer noch keine Lösung feststellen konnte, bis ich den Bolzen ertastete und wußte, dass ich auf dem Holzweg war. Also einen Ringschlüssel von Innen eingehängt und die Schraube nach mehrmaligem Absturz desselben gelöst. Richtig lustig wurde es mit der oberen Verbindung, denn hier kommt man eigentlich nicht an die fussraumseitige Schraube heran. Hier habe ich einen Gabelschlüssel motorraumseitig eingehängt und von Innen mit einer 1/4"-Nuss mit winkelfähiger Verlängerung geschraubt. Die Nuss rutschte ständig ab, weil sie nur schräg greifen konnte. Zwischenzeitig mit ausgeleiertem Rohrschlüssel gewerkelt, der es aber auch nicht so weit brachte. Beide Sitze mussten ganz weit nach Hinten und das Lenkrad ausgebaut werden, sonst hätte ich akute Klaustrophobie bekommen. Der Motorraum-Mauli ist natürlich auch X-mal abgestürzt. Demontage daher über eine Stunde. 

Die Montage des neuen HBZ ging erstaunlich schnell, weil mir die Schrauben den Gefallen getan haben, erst kurz vor "ganz fest" mitzudrehen: 15 Min inkl. Bremsleitungsmontage.

Hat jemand von Euch eine bessere Methode? Hätte ich zwecks Erreichbarkeit der oberen Schraube das Bremspedal entfernen sollen? 

Morgen Entlüftung mit einem dieser Handpumpgeräte, bin mal gespannt. 

Grüße,

Alex




Geändert von Alubrille am 6.Jan.2022 18:49
R4D4



Profischrauber
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RE: Demontage Hauptbremszylinder (Erfahrungsbericht) , 06.01.2022 18:58


Hallo Alex,

ja, ich kenne diese Schlangenmenschnummer auch, bei der man sich die Arme eines Oktopus wünscht.
Irgendwann bin ich auf die Idee gekommen, einfach die komplette Pedalerie auszubauen. Quasi wie beim Kupplungswechsel, wo der Ausbau der gesamten Einheit erfahrungsgemäß auch schneller zum Ziel führt.

Schraubergruß, Thomas


Renova



Profischrauber
1167 Beiträge

RE: Demontage Hauptbremszylinder (Erfahrungsbericht) , 06.01.2022 21:28


Moin,

ich mach das genauso, aber habe vor der Nuß ein Gelenk. Da ich den ganzen Tag auf den Knien rumrutsch, finde ich diese Aktion nicht besonders aufregend.

Der Blaue


Alubrille



Profischrauber
869 Beiträge

RE: Demontage Hauptbremszylinder (Erfahrungsbericht) , 07.01.2022 13:48


Bericht:

Das Entlüften ging ganz gut, wenn man mal davon absieht, dass die Teile nicht ordentlich vormontiert, dadurch undicht waren und ich erst mal eine kleine Sauerei fabriziert habe und die Auffangflasche hat auch gefehlt, also doch wieder ein "griechischer 1kg-Yoghurteimer".

Man muss den Druckbehälter auf kaum 1 bar pusten und schon fließt die Bremsflüssigkeit ohne lästige Trampelei und ohne zweite Person aus dem am Entlüftungsventil aufgesteckten Schlauchwinkelstück. Dieses sitzt sehr gut, ist aber so breit, dass der Bremsleitungschlüssel nicht passt. Also mit diesem Lösen, Schlauch aufstecken und mit schmalem 8er weitermachen, zuletzt wieder mit dem Bremsleitungschlüssel schließen.

Probefahrt hat nicht geklappt, weil der Anlasser plötzlich keinen Mucks macht, dazu mehr an anderer Stelle (Checkliste bei totem Anlasser)

Grüße,

Alex


elch101



Profischrauber
1677 Beiträge

RE: Demontage Hauptbremszylinder (Erfahrungsbericht) , 07.01.2022 21:58


Ich bin mindesten ein Jahr mit der schweren Eisenstange rumgefahren, die ich jedes Mal feste auf den Magnetschalter geklopft hab Hat immer funktioniert. Und so ne Stange ist ja vielseitig. Falls Du demnächst spazierengehen willst oder sowas.