Wasser im Öl.
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ophelia1

Edelschrauber 469 Beiträge
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Wasser im Öl., 02.02.2023 13:45
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Ich soll für einen Freund mit französischem 950 er den o.g. Schaden beseitigen. Als mögliche Ursache kenne ich : defekte Kopfdichtung, defekte Fußdichtung... gibt‘s noch andere Möglichkeiten? Z.B. das Wasser kommt über die WaPu rein? wenn ich nach der Demontage des Kopfs feststelle, daß die Büchsen ausreichend überstehen und fest im Block sitzen - schließt sich dann eine defekte Fußdichtung quasi als Fehlerquelle aus? Die Öl-Wasserpampe ist ja sehr zähflüssig. Sollte man den Motor nach dem Ablassen der Pampe spülen und wenn ja - womit? Ich hatte so einen Schaden an meinem eigenen R4 schon mal behoben vor vielen Jahren... aber man lernt ja gerne von den Vielschraubern dazu. Wäre schön, wenn sich der eine oder andere äußern würde wie er die Reparatur angehen würde... Grüße Volker |
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-cono-


Profischrauber 906 Beiträge
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RE: Wasser im Öl., 02.02.2023 15:35
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Hallo Volker, Wasser kommt entweder oberhalb der Laufbuchsen (Kopfdichtung) oder Unterhalb der Laufbuchsen (Laufbuchsenfüßdichtung) ins Öl. Variante 3 wäre durch den Öleinfülldeckel  Du könntest zuerst nur die Zylinderkopfschrauben nachziehen, denn diese gehören Intervallmäßig nachgezogen. Vorallem wenn die Kopfdichtung frisch gewechselt wurde, muss nach 500km nachgezogen werden, aber auch danach in großen Abständen. Wenn dein Freund allerdings schon länger mit dem Schaden herum fährt, wird das wahrscheinlich keinen Erfolg haben.
Du kannst also nach der Demontage des Kopfes die Dichtung begutachten. Manchmal kann man dann die Stelle sehen, wo es durchgeblasen hat. Dann nimmst du einfach eine neue Dichtung und baust alles wieder zusammen. Auch wenn du an der Kopfdichtung nichts siehst, kannst du es zuerst nur mit einer neuen Dichtung versuchen (nur ~10€, aber schon ein paar Stunden Arbeit). Der Wechsel der Laufbuchsenfußdichtung ist aufwändig und ich würde dafür immer den Motor ausbauen.
Zum Motor spülen: Ich würde das Öl nur lange ablaufen lassen, Ölablasschraube wieder rein, dann 300-500ml Öl einfüllen (Motor nicht starten) und wieder ablaufen lassen. Nur um den Schmodder aus der Ölwanne rauszuspülen.
Lieben Gruß Jan |
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Renova


Profischrauber 1167 Beiträge
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RE: Wasser im Öl., 02.02.2023 16:39
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Moin Volker, Wasser im Öl kann verschiedene Ursachen haben. Ich habe Motoren mit Wasserschäden, der eine Motor war in enem Fahrzeug ohne Luftfilter und Motorhaube, das Wasser ist durch den Vergaser bis in die Ölwanne gelaufen. Zwei andere Motoren haben einen Frostschaden, das Wasser lief dadurch über die defekte Kopfdichtung in den Motorblock. Einen anderen Wassereinbruch gab es durch eine moderne Weichstoff Kopfdichtung von Elring. die wird nähmlich nicht nach 500 oder 1000 Km nachgezogen, sondern sofort nachdem der Motor warmgelaufen war und wieder abgekühlt ist. Vieleicht ist mal eine neue Kopfdichtung montiert worden und das Nachziehen wurde vergessen. Eine Freundin hat ein Wasserproblem bei Ihrem Lupo, durch das ständige Kurzstrecke fahren bildet sich Kondenswasser im Zylinderkopf. Wasser kommt eigentlich nur über die Kopfdichtung in den Motor oder es ist Kondenswasser, die Wasserpumpe hat damit nichts zu tun. Als Anlage ein Bild von einem 1400er Volvo-Motor, der Wagen stand 30 Jahre in der Garage bis der Frostschutz keine Wirkung mehr hatte, aber das Ding dreht sich wieder. Bei mir blühen schon Krokusse, es wird Frühling! Grüße aus Hamburgs wilden Osten der Blaue Thomas 



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R4D4


Profischrauber 2735 Beiträge
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RE: Wasser im Öl., 02.02.2023 19:06
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Hallo Volker, sollte die Kopfdichtung schonmal gewechselt worden sein, dann bete zu Gott, das dabei vorher die Stößelstangen gezogen wurden. Denn wenn nicht, besteht immer die Gefahr, das beim dann zwangsweisen heben des Kopfes die ein oder andere Fußdichtung ein Mü gelöst wurde, die Buchsen aber immer noch fest im Block sitzen. Das ist mir selber schon passiert. Da würd ich nachfragen. Sollte es nur die Kopfdichtung sein, und du willst den ganzen Motor spülen, empfiehlt sich neben Jans Methode die mit Diesel oder Petroleum. 3 Liter rein, Kerzen raus und mit Abständen ein paarmal anständig orgeln. Den Ölfilter vielleicht vorher einmal auslaufen lassen, der hat ja knapp 1/4 Liter Volumen Viel Erfolg! Thomas |
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ophelia1

Edelschrauber 469 Beiträge
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RE: Wasser im Öl., 03.02.2023 08:28
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Der lief beim franz. Militär. Ist Bj 92,und hat 65000 km runter.... unwahrscheinlich, daß da mal die Koofdichtung gewechselt wurde... Keiner der bisherigen Tippgeber schreibt : du musst den Kopf planen. Ist das beim R4 unpopulär? Danke und Grüße Volker |
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Renova


Profischrauber 1167 Beiträge
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RE: Wasser im Öl., 03.02.2023 09:19
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Moin Volker, einen verzogenen Kopf hatte hatte ich bisher einmal, das ist selten finde ich, deshalb würde ich das ausschließen. Der Kopf ist schnell abgebaut und keine aufwändige Sache. Wenn das Teil abgebaut ist, kann man alles einfach messen, auf einem planen Untergrund oder mit einem aufgelegten Lineal. Die Verformung darf max. 0,05mm sein, mit einer Fühlerlehre ist das schnell überprüft. Grüße aus dem nassen Norden, der Blaue |
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R4D4


Profischrauber 2735 Beiträge
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RE: Wasser im Öl., 03.02.2023 18:09
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Hallo Volker, ich kann mich Thomas Worten so anschließen. Zwei verzogene Köpfe hatte ich mal, bei beiden war die Ursache Kühlwassermangel. Also eher unauffällig. Das ist einer von zwei Gründen, warum ich das nicht erwähnt habe. Der zweite ist, das ich dich in die Kategorie "erfahrener Schrauber" einordne. Gruß, Thomas |
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