Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en)


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schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 12.12.2017 13:44


Hallo, Doberdan!

Möchte hier unser Vorhaben mal kurz vorstellen.

Wir haben gerade begonnen, den heuer erworbenen R4 meiner Frau zu zerlegen. Ist ein 82er 1128 mit GTL-Zierwerk, altem Armaturenbrett, außenliegenden Türschanieren und 1100er Motor. Der R4 ist kroatische Erstauslieferung und lief bis letztes Jahr in der Nähe von Pula. Da die Anforderungen an ein verkehrstüchtiges Fahrzeug auf kroatischem Boden offensichtlich etwas von unseren Vorstellungen abweichen, ist natürlich einiges am Wagen zum Richten. Zuerst dachte ich lediglich an eine technische Instandsetztung und wollte die Karosserie möglichst alltagsgerecht belassen. Mittlerweile ist der Schritt in Richtung "einmal volles Programm" ziemlich vorgezeichnet.

Das Ganze wird großteils in unserer heimischen Werkstatt passieren, ein erfahrener Helfer in Form meines 5-jährigen Sohns steht mir zur Seite. Zur Info: Es ist nicht mein erstes Auto, was wieder fahrbar gemacht wird. Eine Totalrestauration in der Art hab ich allerdings noch nie durchgezogen. Meine anderen Fahrzeuge haben/hatten eine wesentlich bessere Basis - waren auch keine Franzosen

Werde jetzt mal alles aus- bzw. abbauen, d.h. Achsen, Motor-Getriebe, Kotflügel und Türen. Anschließend das gesamte Fahrgestell trockeneisstrahlen lassen und dann entscheiden ob auch die Karosserie vom Aufbau getrennt werden muss. Ggf. werd ich auch mal Bilder einstellen bzw. eigene Themen erstellen.

Wie verhält sich das Häuschen im Bezug auf Stabilität ohne Fahrgestell? Schweißarbeiten an den Karosserieteilen (also am Häuschen) werden wohl sinnvoller bei verschraubter Karosserie sein, oder?Stabilität, Verzug, ...?

Wie würdet ihr es machen bzw. eure Erfahrungen?

Meine Frau würde dann ihren R4 gerne in einem neuen Farbton erstrahlen lassen. Momentan ist er so Art Türkis (Farbcode hab ich noch nicht rausgesucht). So eine Art Mausgrau oder Bordeaux-Rot wäre die neue Wunschcolorierung. Was gibts da an original Renault Farben? Hab ihr da Empfehlungen? Die GTL-Zierleisten wollen wir im Zuge der Neulackierung wegrestaurieren, Grill und Stoßstangen würden wohl auch etwas "altern" lassen (Alu bzw. Chrom)

Werde euch in der nächsten Zeit wohl öfter hier belästigen. Hoffe auf konstruktive Hilfe und bedanke mich schon mal im vorhinein.

Schöne Grüße aus dem Salzkammergut,

Schtanko


R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 12.12.2017 14:29


Na, dann erstmal willkommen im Klub.
Eine schöne Vorstellung, die neugirieg macht. Besonders auf Bilder ‘lechtz...‘
Zwei Tips auf die Schnelle. Wenn du alles auseinandernehmen wirst, beginne mit der Frontscheibe und den Muttern an der Vorderachse, welche den unteren Querlenker fixieren. Solange der Wagen noch auf dem Boden steht.

Gruß in die Berge, Thomas


-Borny-


R4-Fahrer
86 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 12.12.2017 16:46


Hallo,

ich bin echt erstaunt (Neid?) über soviel Power, einen R4 zu restaurieren- aber das ist die beste Voraussetzung auf ein langes R4 Leben. Über Fotos der Aktion freue nicht nur ich mich !

Weiter so -viel Erfolg und dann allzeit gute Fahrt.

Borny


sprowi



Profischrauber
2605 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 12.12.2017 19:22


Hallo Schtanko, auch ein freundliches Doberdan, obwohl schon Zeit zu Dobravečer ist.

Dein kroatischer 4er wird auch kein Franzose sein höchstens ein Slowene.

Vermutlich wirst du um die Restauration gründlich zu machen das Häuschen abnehmen müssen, vor allem bei Schweißarbeiten am Chassis unumgänglich.

Wie du selbst schreibst sind die Anforderungen nicht sooo wichtig.

Bei meinen Schweißarbeiten konnte ich keinen extremen Verzug feststellen, habe aber auch immer wieder gekühlt und weit versetzt gepunktet.

Servus ins Salzkammergut

.


www.sprowi.at

Liebe Grüße Alois

schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 12.12.2017 20:37


also mit der kommentierfunktion in eurem Forum komm ich nicht unbedingt klar. Da bin ich anderes gewohnt. Ich kommentier auf oldschool:

sprowi: Dein kroatischer 4er wird auch kein Franzose sein höchstens ein Slowene

Das glaube ich trotz meiner Unwissenheit zu widersprechen. Siehe Fotos. Die fahrgestellnr ist VF1112800C0801499

Meiner Meinung nach ein echter Franzose mit Baujahr 1982.

R4D4: Wenn du alles auseinandernehmen wirst, beginne mit der Frontscheibe und den Muttern an der Vorderachse, welche den unteren Querlenker fixieren. Solange der Wagen noch auf dem Boden steht.

Windschutzscheibe wegen Bruch bei Abheben des Häuschens oder warum? Bei den unteren Querlenker muss ich ja ohnehin vorher die Drehstäbe entspannen, oder? Ansonsten sollte auf der Hebebühne alles ausreichend zugänglich sein, oder?

Mit Fotos siehts wohl auch eher schlecht aus. Muss man die Bilder wirklich über so‘ne Upload-Site hochladen. Da hab ich als analoger Internet-Benutzer immer so meine Bedenken. Ich möchte dann nicht von einer russischen Olga einen Liebesbrief erhalten, die mich aufgrund meiner R4-Bilder heiraten will. Ich weiß das klingt vielleicht in dieser modernen Welt etwas altbacken, aber ich fahr ja auch keine neuen Autos


Tommie67


Schrauber
232 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 12.12.2017 21:24


Hallo schtanko,

ich habe dieses Jahr im Juli meinen R4 Baujahr 1988 in Angriff - und auch das Häuschen ab- genommen. Von daher kann ich die eine oder andere Erfahrung aufweisen. 

Anlass war ein abenteuerliches Fahrmanöver meinerseits vor ca. 2 Jahren (manche würden es als Unfall bezeichnen), bei dem bedingt durch Querkräfte beim Schleudern ein Längslenker der Hinterachse sein Innerstes offenbart hat. Das Manöver selbst war erfolgreich, eine kleine Böschung hinunter in den Acker und auch die kleine Böschung wieder hinauf aus dem Acker, insgesamt eine saubere Drehung um 180° mit dem Heck.  Am Schluss stand ich wieder sauber auf der Straße nur halt in Gegenrichtung auf der Gegenfahrbahn. Ich wäre weitergefahren, wäre nicht das rechte Hinterrad platt auf der Straße gelegen. Der Längslenker hatte sich um 90° verdreht und ich konnte auch sehen warum. Er war, sehr, sehr ausgedünnt vom Rost und zwar zu 99% von innen - will sagen: Äußerlich kaum sichtbar.

Wenig später habe ich erfahren, das es "slowenische Hinterachsen" mit eben diesen Blech-Längslenkern gibt, die wohl alle mehr oder weniger dieses Rost-Problem haben. Daneben gibt es Achsen mit Guss-Lenkern, die im Vergleich unverwüstlich sind. Eine solche Gußachse habe ich mir dann auch besorgt. 

Letztes Jahr hatte ich dann noch die Hoffnung, dass ein Austausch der Hinterachse als alleinige Maßnahme möglich wäre. Bei der Demontage kamen mir dann aber Teile des Chassis (die Hinterachsaufhängung) entgegen, so dass ich beschloss, die Sache doch gründlich anzugehen. 

Und dieses Jahr war es dann soweit: Im Juli zwecks hoher Außentemperaturen ab mit dem Häuschen. Es gibt durchaus angesehene R4 Spezialisten die das für unnötig halten. Ich für meinen Teil könnte mir aber nicht vorstellen, wie man eine saubere Restauration ohne diese Maßnahme durchführen kann. Die Hinterachseaufnahme hing beidseitig nur noch an einem dünnen Blechstreifen. Meine Karosse (das Häuschen) ist noch in sehr guten Zustand. Im Bereich der Hinterachsaufnahme aber hatte das verrottende Chassis auch die Karosse angegriffen. Und auch sonst kamen so einige Stellen zu Tage, die ich ohne Abnehmen der Karrosse so nie wahrgenommen hätte. Es ist ein großer Aufwand. Ich selbst habe ca. 1 Jahr veranschlagt. Aber ich würde es jederzeit wieder tun.

Grüße,

Thomas


R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 12.12.2017 22:01


Hallo Schtanko,
Meine Geheimnistuerei mag etwas gemein daherkommen, wenn ich das jetzt nicht näher erläutere, aber ich möchte dir die AHA-Effekte nicht versauen. Die sind nämlich nicht ganz ohne, besonders bei der Mutter.

wissende Güße, Thomas

Nachtrag: bei der abloadseite mußt du dir mal gar keine Sorgen machen. Also ich hab noch keine Olga von denen. Und Mamuschkas haben die auch nicht im Programm.




Geändert von R4D4 am 12.Dec.2017 22:05
schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 13.12.2017 06:32


Guten Morgen!

Danke für die Links. Das MR 175 hab ich eh schon gesucht, nun hier gefunden. DANKE

das mit dem Bilderupload werd ich mir mal in Ruhe ansehen.

andere Autos sind entweder ausschließlich heckgetrieben + luftgekühlt oder südeuropäisch + (für mich) erhaltenswert

Grüße von

Klaus (der noch keine 4 an erster Stelle stehen hat)

jetzt müßte alles beantwortet sein


schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 14.12.2017 22:34


Hab nun mal einige Punkte zusammengesammelt. Hoffe auf das eine oder andere Kommentar dazu.

Also: Farbcode am vorderen rechten Innenkotflügel kann ich keinen finden. Mir kommt allerdings vor, das speziell der Motorraum schon mal nachlackiert wurde. Da finden sich überall Lacktränen (-tränza bei uns in Ö)

Meine Typenschilder weichen etwas von den bisher beschriebenen ab. Kein Rhombus sondern ein normales rechteckiges Schild. Ist das slowenisch? oder nachträglich verbaut? VF müßte doch für ein Frankreich-Auto stehen, oder?

Motor ist ausgebaut. Ist wie erwartet ein 688/12 (genaue Bezeichnung 688 D7/12).

Bzgl. Vorderachse:

Die Drehstabbefestigung hinten ist schon ohne Exzenter, der Stabi war abgebrochen, die Querlenker sehen alle erstaunlich rostfrei aus. Auch die darin befindlichen Gummibuchsen wirken nicht extrem verschlissen. Da dürfte ev. schon mal was dran gewerkelt worden sein. Die unteren Verschlussbleche der Längsträger sind an mehreren Stellen kpl. tot, der Längsträgerkörper an sich gut. Ich hoffe mit erneuern der Verschlussbleche auszukommen. Offensichtlich kam diese Verrostung durch wiederholtes Aufsetzen auf den unbefestigten Straßen Kroatiens.

Bzgl. Hinterachse:

Hab da im Forum schon einiges von hinterer Gussachse und Blechachse gehört. Meiner hat auf jeden Fall eine Blechachse. Bzgl. Rost sieht die sehr gut aus, könnte auch schon mal neu gekommen sein. Längsträger hinten sind auf jeden Fall zum Richten, da gibt’s ja gottseidank die Reparaturbleche. Bei der Hinterachse bzw. Schwingenaufnahme wurde schon fleißig umhergebraten, das muss alles weg und kpl. neu.

Bzgl. Karosserie:

Scheibenrahmen der hinteren Fenster ist durch (zumindest auf einer Seite). Dreiecksbleche vorne (A-Säule) sind zum Richten. Die Innenkotflügel hinten leiden wie erwartet unter der Doppellagigkeit der Bleche. Bodenplatte wurde auch hier und da schon mal ausgeflickt, ob dabei ein Schweißgerät verwendet wurde kann ich noch nicht sagen.

Eine fiese Stelle ist oben an der Regenrinne, dort hat sich auch Rost angesammelt. Wahrscheinlich aufgrund eines vorher montierten Dachträgers. Da muss man wohl behutsam renovieren.

Sonst der lt. diesem Forum normale Wahnsinn

So mal ein kurzer Überblick. Auch mit Fotos!!!

Wird für die meisten von Euch nix Neues sein. Mir war eigentlich auch beim Kauf schon klar, dass dies ein größeres Projekt wird. Hoffe nur dass ich zeitlich am Ball bleiben kann, es werden mit Sicherheit einige Pausen an diesem R4-Projekt stattfinden. Es gibt auch andere Kandidaten die ab und zu die Werkstatt besuchen wollen.

Was sagt Ihr zu den Typenschildern? Ist das ein Franzose oder nicht? Hinterachse mit Blechschwingen? Was könnt ich noch checken, damit ich sicher bin, das dies noch kein Slowene ist? Ich hab nix gegen Slowenien, aber wenn schon ein Renault unserem Fuhrpark beiwohnt, sollte er auch ein native Franceman sein

Was brauch ich alles, damit ich vorn auf Scheibenbremsen umbauen kann? Achsschenkel, Bremsschutzblech, …?

 

Vielen Dank schon mal,

Klaus (& Schtanko)


R4-Hans



Profischrauber
957 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 15.12.2017 11:36


Hallo lieber Klaus,

herzlich willkommen im Kreis der R4-Verrückten! 

Keine Sorge dass Du keine mit Blechlaschen befestigte Raute am Häuschen hast - das genietete Schild ist bei den späteren Baujahren ganz normal, genauso wie die eingenadelte Fahrgestellnummer am Chassis, die manchmal so aussieht als ob sie von Kinderhänden gemacht worden wäre...

....daher gleich zur Fahrgestellnummer VF1112800C0801499:

 VF1 heißt Renault Frankreich - und ja, damit ist er ein Franzose... (VX-V2 etwa wäre Jugoslawien)

112800 ist der Code für das Modell - also ein GTL mit großem Motor (1108ccm)

C sollte das Modelljahr sein - also 1982

der Rest ist die fortlaufende Produktionsnummer.

Was die Blecharbeiten angeht, wirst Du nicht um eine Frame-off Restauration herumkommen, willst Du Deinen Schtinko noch etwas länger als ein zwei Jahre am Leben erhalten. Da kommt dann noch so manches zum Vorschein was Du sonst übersehen hättest... Aber keine Sorge, alles halb so wild und Blech ist geduldig! Schau Dir dazu doch mal die Dokus vom sprowi oder meine an, da findest Du (fast) alles was das Herz eines echten Schweißkerls erfreut...

Blechachse sieht seriös aus, aber das sagt nichts, da die Dinger gemeinerweise von innen nach aussen rosten und noch dazu zur Materialermüdung neigen. Wenn du zu Gunsten der Sicherheit auf Originalität verzichtest und vorne auf Scheibinger umrüstest, gönne ihm doch hinten dafür gleich auch einen Satz Gußschwingen... Apropos Sicherheit: Stabi hinten + Umrüstung auf 12er Stabi vorne oder Gasdruckdämpfer müssen nicht sein, verbessern aber deutlich das Fahrverhalten...

Farbcode lt. Photo ist so schwer zu sagen. Aber für  mich sieht das schwer nach einem ausgeblichenem vert celadon (Farbcode 916) aus. Dann würde ich ihm den aber auch prompt wieder verpassen, da der nicht all zu häufig war!

Alles Liebe und Grüße aus Niederösterreich,

Hans




Geändert von R4-Hans am 15.Dec.2017 11:48
schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 15.12.2017 12:03


Ok, danke.

Echter Franzose ist schon mal gut.

Frame-Off hab ich sowieso am Plan, ich hoffe nur das ich das auch durchsteh ;-)

Die Dokus der Vollrestaurationen hab ich schon studiert und werd ich sicherlich noch öfter brauchen. Gottseidank hab ich mir die auch schon vorm Kauf angesehen, und somit eine Ahnung erhalten was auf mich zukommen kann.

Bzgl. Gußschwingen werd ich dann mal meine Augen offen halten und versuchen auch gleich das andere Zeugs zu besorgen. Stabi hinten hatten nur die F4/6 oder?

Mit dem Farbcode könntest du absolut recht haben, ich hab bisher auf Bleu 410 getippt. Aber das kann man anhand der Internetbilder wohl nur schwer beurteilen. Ich hätt auch nix gegen diese Originalfarbe, aber meine Frau wird sich wahrscheinlich durchsetzen - also bordeaurot oder mausgrau. Ist ja ihr Auto und dem Lackierer wirds wurscht sein.

Danke und ein schönes Wochenende,

Klaus


r4thomas


Profischrauber
919 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 15.12.2017 13:00


Hallo Klaus,
unter den südlichen Nachbarn scheint es besonders viele Schweiß-Freunde zugeben. Oder eine besondere Lust am Leiden.

Was die Vorderachse angeht: Für die serienmässigen Scheibenbremsen brauchst Du nur die passenden Achsschenkel. Die sind geringfügig anders als die Version für Trommelbremsen. Am einfachsten geht das mit dem Erwerb von zwei Halbachsen für Scheibenbremsen, dann hast Du alle erforderlichen Teile beisammen. Es gibt zwei Hersteller des Bremssattels: Girling und Bendix. Die Handbremse muß dann noch nach hinten verlegt werden, aber das wird für Dich kein Problem darstellen.

Viel Erfolg!
thomas


sprowi



Profischrauber
2605 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 15.12.2017 19:03


Die Aufdröselung der Fin hat ja schon Großmeister ins Wanken gebracht.

Ich glaube das VF1 sagt nur aus das es ein Französisches Auto ist aber nicht wo er schlussendlich produziert wurde. Bei meinen beginnen alle mit VF1 und sind Spanier mit E in der FIN.

Fragen:

@Klaus: Die unteren Verschlussbleche der Längsträger sind an mehreren Stellen kpl. tot, der Längsträgerkörper an sich gut. Ich hoffe mit erneuern der Verschlussbleche auszukommen. Offensichtlich kam diese Verrostung durch wiederholtes Aufsetzen auf den unbefestigten Straßen Kroatiens.

Die Straßen Kroatiens können da weniger dafür, der Rost kommt von ganz innen und ist durch. (Doppelte Bleche)

@Klaus: Was könnt ich noch checken, damit ich sicher bin, das dies noch kein Slowene ist?

Scheibenaufschrift, Zündspule und Lichtmaschine (hatte R4 zum Service welcher Made in Jugoslavija war)



@Klaus: Stabi hinten hatten nur die F4/6 oder?  Ja!

Viele Bilder vom Chassis findest du auch bei: Link zu rÖno4

 

.

Tja Thomas, wir im Süden ….. Malek immer fleißig und Josip immer arbeiten. 

Liebe Grüße Alois

R4-Hans



Profischrauber
957 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 16.12.2017 13:07


Hallo lieber Klaus,

und danke für die Info lieber Alois, jetzt bin ich auch nicht mehr so sicher...

VF sagt lt. meines Wissens Frankreich aus und die 1 Renault (Citroen etwa hat ja VF 7)...

Aber eines ist schon auffällig: Die Slowenen hätten nämlich diese Blechachsen - und dazu auch einen weißen (Kunst-)Stoffhimmel wie Dein schtinko. Was steht eigentlich für ein Glashersteller auf den Scheiben? 

Was die Buchstabenkennung angeht, habe ich auch zwei Infos, ich habe nämlich auch irgendwo einmal gelesen, dass im  PR2000 (?) von Renault steht dass der Buchstabe J für Billancourt stünde, E für Spanien und G für Slowenien, aber ohne Gewähr... Hat er vielleicht beifahrereseitig ein Blechschildchen unter dem Armaturenbrett aufgenietet? Dort sollte nämlich am Anfang der Produktionsnummer die Buchstabenkennung des Herstellerwerks zu finden sein. Tipp: Vielleicht kann ja der Ingo Heitel Licht ins Dunkel bringen, der hat meines Wissens nach alle relevanten Infos zusammengetragen. OIder die Kollegen vom Renaultclub viersen, die sind da auch sehr firm.

Alles Liebe,

Hans




Geändert von R4-Hans am 16.Dec.2017 13:09
schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 16.12.2017 19:17


Danke für die Rückmeldungen. Hab jetzt noch mal ein paar Punkte gecheckt:

Also Windschutzscheibe: Saint Gobain, Glace Luxrit

die hinteren Seitenscheiben dürften "yugoslawisch" sein

Fotos von den Fenstern in den Türen hab ich grad keine, die Türen sind schon im Lager verstaut

die Heckscheibe ist wieder Saint Gobain

der Aufdruck der Seitenscheiben wirkt auf jeden Fall frischer (wie wenn nachträglich getauscht), die Saint Gobain Aufschriften wirken schon etwas blasser

nun zur Zündung: am Verteiler konnte ich nur sowas wie Made in France entschlüsseln, Typ bzw. Hersteller konnt ich noch nicht ausfindig machen. muss ich erst zerlegen und reinigen. die Zündspule sieht aus wie auf Sprowis Foto

Ein Typenschild unter dem Armaturenbrett konnte ich leider nicht finden.

Na dann bleibts wohl bei unentschieden. französische Merkmale da, slowenische dort.

Dann werd ich mal den Ingo Heitel kontaktieren, vielleicht kann der was sagen.

Vielen DAnk noch mal,

Klaus


schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 16.12.2017 19:39


mir hats keine Ruh gelassen. die Scheiben in den Türen sind ausschließlich Sigurnost - Pancevo

?????

Anlasser ist Paris-Rhone

Lichtmaschine ist Ducellier

mfg


R4-Hans



Profischrauber
957 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 16.12.2017 19:52


Hallo lieber Klaus,

Zündspule ist eine jugoslawische ISKRA, aber das ist nicht weiter verwunderlich wenn der Wagen in Kroatien gelaufen ist...  Dass bei dem Alter des Wagens das eine oder andere Teil schon getauscht wurde ist auch nachvollziehbar. Windschutzscheibe aber vermutlich eher als die Fenster in der C-Säule. 

Wenn der Wagen, wie Du schreibst, in Kroatien erstzugelassen war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich doch um einen R4 made in YU handelt nicht ganz von der Hand zu weisen... Ingo Heitel weiß da vermutlich mehr oder erkennt landestypische Merkmale bzw. Details die eine eindeutige Zuordnung ermöglichen. Stoffhimmel und Blechschwinge wären da schon ein möglicher Anhaltspunkt.

Alles Liebe,

Hans


sprowi



Profischrauber
2605 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 16.12.2017 20:26


Hallo Hans hallo Klaus,

habe mal bei meinem weißen 4er (Unrestauriert)  nachgesehen, welche Scheiben so verbaut sind. Es sind drei verschiedene Marken und sogar an der rechten Vordertür sind zwei verschiedene Marken verbaut. Sait Gobain/Soliver. Ansonsten noch Splintex an der Heckscheibe.

Es dürfte also verbaut worden sein was halt gerade da war. 

Habe mich weiter’s über die E2 und DOT Nummern schlau gemacht. Die DOT-Nummer kann, muss aber nicht Hinweise auf die  Produktionsstätte geben. Die E Nummer besagt nur, dass Frankreich die Genehmigung erteilt hat.

DOT39 = Sekurit Saint-Gobain France, E2 = Frankreich

Auch wen es kein echter Franzose sein soll, nach der Restaurierung ist er ja sowieso ein halber Österreicher.

Die Aufschrift  Pančevo (Stadt in Serbien) Sigurnost (Sicherheit) ist sicherlich jugoslawisch.

Liebe Grüße Alois

schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 09:22


Hab jetzt einen Ersatzteilkatalog erstanden und habe festgestellt, das in Ergänzung das PR2000 nicht schlecht wäre. Hat jemand sowas verfügbar? pdf oder link, PN?

Danke im Vorhinein,

Klaus


R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 20:34


Hallo Klaus,
ein bischen ausholende Info zum Thema vorne auf Scheibe umrüsten. Wie r4thomas schon sagte, brauchst du dafür lediglich andere Achssschenkel (natürlich mit allem, was da dann bremsentechnisch noch zugehört). Allerdings wandert deine Handbremse dann zwangsläufig nach hinten*. Wenn du den Hebel vorne unter dem Armaturenbrett hast – wovon ich ausgehe – und ihn auch dort behalten möchtest – wovon ich ebenfalls ausgehe -braucht es im Motorraum und unter dem Wagen noch zwei weitere Accessoires. Die beiden Seile der Hinterräder werden hier unter dem Wagen zusammengeführt, und mit einem zentralen Seil nach vorne in den Motorraum auf den Hebel gelenkt. Dafür hat es, wenn es in der Hülle nach oben in den Motorraum geführt wird, im Chassis ein Widerlager. (Davon hab ich leider kein Foto) Am Handbremshebel kannst du das Seil dann aber nicht mehr wie vorher unten einhängen, sondern mußt es entsprechend der Unterbodenmimik höher ansetzen.

Ich hoffe, die Bilder erklären es ausreichend ohne Worte:

 

Die Seilhalterung im Motorraum ist eine zusammengebratene Wochenendlösung, das bekommt man auch eleganter und vor allem schöner hin. Die Fotos auch, aber die Kamera war zu dumm dafür.
Die Alternative zu all dem ist, die Handbremse zwischen die Sitze zu verlegen.

 bremsende Grüße, Thomas

 *Wenn du vorne Scheibe machen willst, solltest du hinten auf 18o’er Trommel umrüsten. Ich kann’s auf deinem Bild schlecht abschätzen, ob du nicht schon eine drauf hast. Wenn ja, dann schau mal, ob die Bremsankerplatte schon eine Seilaufnahme hat.




Geändert von R4D4 am 19.Dec.2017 20:38
R4F6 Alpine



Profischrauber
2055 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 20:54


Und dann waren da noch die Traggelenke die man für die Scheibenbremse haben sollte.


elch101



Profischrauber
1677 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 21:39


Warum braucht der Scheiben? Kommt da ein Elch Motor rein?


R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 21:51


Du sollst nicht spoilern


schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 21:57


Nein, da kommt kein größerer Motor rein.

Dachte bei Scheibenbremsen lediglich an erhöhte Sicherheit. Das beim R4 ja auch die Handbremse umgelegt werden muss, an das hab ich bei der Fragestellung noch nicht gedacht.

Aber ich hab noch einige Zeit zum Überlegen, ob sich der Umbau für unsereins dann wirklich lohnt. Die benötigten Teile werde ich auf jeden Fall in mein Such-Radar aufnehmen.

Danke für die ausführliche Beschreibung, vielleicht brauch ich die dann noch

mfg

Klaus


R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 22:10


Bitteschön, gern gescheh‘n.
Frontscheibe schon raus?
Muttern runter?


sprowi



Profischrauber
2605 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 19.12.2017 22:17


Trommel ist genauso sicher wie Scheibe. Bin immer begeistert wie gut die verzögern.

Liebe Grüße Alois

schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 17.01.2018 22:44


Endlich wieder mal Zeit gefunden, am R4 weiter zu zerlegen

Hinterachse und Tank waren an der Reihe.

Hat sich alles nicht so aufwendig angefühlt, ist aber doch etwas ausgeartet. Da die Herrn Vorbesitzer, bzw. dessen Schlosser, die Schwingarmaufnahmen am Rahmen angeschweißt hat, musste ich die Hinterachse letztendlich mit der Flex ausbauen.

Die Längsträger unter den verschraubten Drehstab-Gegenlagern (noch keine Ahnung wie ihr die nennt) sehen nicht besonders berauschend aus. Das wird wohl ein ganzes Stück Arbeit.

Übrigens das Karosseriedichtungsband zwischen Chassis und Karosserie hat auch nicht mehr die volle Wirkung gehabt

Als nächstes wird aufgrund einer forumsseitigen Empfehlung noch die Windschutzscheibe ausgebaut und dann geht das ganze Ding zum Trockeneisstrahlen. Danach möchte ich die Karosserie vom Chassis trennen.


R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 18.01.2018 01:02


Huuuuh, so ‘ne angeschweißte HA - das läßt tief blicken. Mein Gefühl sagt mir, das dir dieses Chassis noch so manch geheime Ecke vorenthält.
Ein Tip, bevor du strahlen läßt: Trenn vorher und setz den Aufbau auf einen Hilfsrahmen.
Ich hab mir dafür mal einen gebaut aus 5omm Vierkantstahl mit Rollen drunter. Der sah so aus:
2 Längsrohre, jeweils vorne und hinten etwa 3o cm länger.
5 Querholme für jeweils unter A- C-und D-Säule, der hinteren Gurtbefestigung und den beiden Befestigungspunkten vorne im Motorraum. Damit konnte ich bei Bedarf die Auflager wechseln, da an fast allen Auflagern auch die neuralgischen Punkten liegen.
Alles mit Dreiecksblechen geschraubt, damit er später besser in die Ecke paßt.
Dieser Hilfsrahmen hat mir immer gute Dienste geleistet, besonders dann, wenn man das Projekt mal auf die Seite schieben mußte. Oder zum Lackierer...
Das Häuschen hat auch ohne genug Steifigkeit, aber spätestens, wenn man noch auf die Idee kommt, das ganze vorne und hinten drehbar zu lagern. um besser schweißen zu können, lernt man es aus ganzem Herzen zu lieben. Deshalb auch der Überstand...

Zur ungefähren Verdeutlichung ein Bsp von RF für’n chassis: http://abload.de/image.php?img=dsc04754besii.jpg

Oder von Anna: https://www.dropbox.com/s/5135cqjnn1p54s7/r4f6_2016_05_14_2119180000.jpg?raw=1

 Für ein Häuschen hab ich nix gefunden...

 Gruß, Thomas




Geändert von R4D4 am 18.Jan.2018 1:05
R4-Hans



Profischrauber
957 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 18.01.2018 10:31


Waija, 

[....Gefühl sagt mir, das dir dieses Chassis noch so manch geheime Ecke vorenthält...]  das sagt nicht nur R4D4s Gefühl sondern leider auch mein tränendes Auge... da kommt schon noch einiges an Arbeit auf Dich zu! Meinereiner mit meinem Failble für schweißtechnische Herausforderungen würde zwar keine Sekunde zögern auch noch dieses Chassis zu retten, aber angesichts der Tatsache dass es inzwischen erschwingliche Komplettrahmen in neu gibt stellt ssich die Frage ob das wenn man am Ende des Tages alle zusammenzählt letztendlich nicht sogar günstiger kommt... Und wenn Du das von Anfang an mit einem professionellem Korrosionsschutz versiehst solltest Du  die nächsten dreißig, vierzig Jahre eigentlich Deine Ruhe haben... 

Hat beides seine Vor- und Nachteile. Ein selbstaufgebautes Chassis kannst Du im Zuge der Restauration optimieren, so wie es etwa Alois oder ich getan haben, das macht aber nur Sinn wenn man Freude an der Arbeit selbst bzw. auch eine Ahnung davon hat was man da tut und gut schweißen kann... Zeit darfst du da nicht rechnen... Macht dafür aber einen Heidenspaß! Ein neues Chassis von retro passion melun musst Du zwar auch geringfügig adaptieren, da nicht alles wirklich 1:1 ausgeführt ist (meines Wissens nach fehlen ein paar Bohrungen, Gewinde und Versteifungen. Längsträger und Napoleon sollen angeblich nicht ganz ident sein) aber Du sparst immens Zeit und hast ein neuwertiges, punktgeschweißtes Chassis! Fahrgestellnummer sollen die jetzt angeblich neuerdings gegen Vorlage der Fahrzeugpapiere (Kopie) sogar auch einnadeln/stanzen - sonst lässt man halt eben mal kurz die Stanzeisen tanzen... 

Alles Liebe, 

Hans




Geändert von R4-Hans am 18.Jan.2018 10:32
schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 18.01.2018 10:51


ja, der arbeitsaufwand wächst und wächst. die instandsetzung der karosserie ist ja auch nicht zu vergessen.

gestern beim zerlegen ist mir das melun-chassis auch wieder in den sinn gekommen. das mit der FIN bzw. die ggf. notwendigen nacharbeiten stören mich nicht wirklich. andererseits reizt mich der neuaufbau schon gewaltig.

aber: der zeitfaktor ist nicht zu unterschätzen, zudem ich ja auch noch andere projekte bzw. bestehende fuhrpark-instandhaltungsarbeiten am plan hab.

hat jemand eine idee, wie ich als österreicher an so ein melun-chassis komme? "der franzose" vertreibt es nicht, da hab ich schon angefragt.

wird das mit der post verschickt, muss ich das abholen? gibts da schon erfahrungen bzw. erlebnisse? interesse an sammelbestellung?




RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en) - R4-Forum





RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en)


Name Nachricht
PhilDeluxe1988


R4-Novize
16 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 18.01.2018 10:57


schtanko du hast eine privatnachricht von mir


Rest-o-Rator


R4-Novize

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 18.01.2018 14:08


Ein neues Chassis ist sicherlich eine schöne Sache. Auch wenn es mir als "Originalisten" schwer fallen würde, soviel Originalsubstanz durch eine moderne Nachfertigung zu ersetzen.

Bzgl. Fahrgestellnummer sollte/könnte man vorher mal bei einem verständigen TÜV-Mann nachfragen (TÜV-Frau wäre natürlich auch OK). Wenn man denn eine solche Person kennt, denn es gibt leider immer noch viele TÜV-Menschen, die einen bei einer solchen Frage rund um den Oldie wie einen Schuljungen behandeln und mit "geistreichen" Kommentaren wieder schnellstmöglich loswerden möchten. Aber die Zahl der TÜV-Mitarbeiter mit Sinn für den Oldtimer-Kunden steigt stetig, insofern muss man die Hoffnung nicht aufgeben.

Mit ein bisschen Transparenz dem TÜV gegenüber geht das mit der Fahrgestellnummer sicher völlig problemlos vonstatten und wenn dann der grosse Tag der Abnahme kommt gibt es da keine Schwierigkeiten.

Und ja, wo kriegt man hier in D solch ein Fahrgestell her? Gab‘s da nicht irgendeinen Stützpunkthändler in NL? Das wäre für viele in D sicherlich näher als Melun...

Speditionstransport scheidet vermutlich aus.

Bin gespannt, wie es hier (und bei Phil) weitergeht! 


seifenkiste


Schrauber
206 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 18.01.2018 18:29


Habe auch ein neues r4 Chassis gekauft und verkaufen tut es in Deutschland stefan schützenhofer ; Reno4er ( beitrag war schon mal im forum reno4er Werkstatttag r4 cha ist aber noch nicht auf seiner website aufgelistet man muss ihn halt anschreiben wenn man eins haben will 

das Chassis passt super kleinere anpassungen sind ja normal 

mfg Seifenkiste 




Geändert von seifenkiste am 18.Jan.2018 18:40

 HomePage   //450542.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=neues_fahrgestell-r4&action=ubb_show&entryid=1124909040&mainid=1124909040&threadid=4&USER=user_450542&onsearch=1
sprowi



Profischrauber
2605 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 21.01.2018 16:42


R-QUATRE.NL  Zum selber abholen sind es etwa 1100 Kilometer aus dem Salzkammergut. 

Liebe Grüße Alois

schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 22.11.2023 16:18


Salut!

Lang hab ich hier nix mehr geschrieben - das liegt vor allem an der (Un-) Regelmäßigkeit an der ich an unserem R4 arbeite.
Für alle die jetzt glaub(t)en: wieder einer der die Flinte ins Korn geworfen hat - ich muss euch enttäuschen
Stück für Stück wird unser R4 wieder gesünder, aber es ist trotzdem noch ein langer Weg.


Also:
die Bodenplatte stellte sich ja als stark verbastelt dar. Die Überlegung, eine neue verzinkte von Frankreich zu organisieren, scheiterte eigentlich nur am Willen, die Abholung
mit einem Anhängergespann (ca. 2000 bis 2500km) in Angriff zu nehmen. Erfreulicherweise kam mir ein Forenmitglied, nämlich Boxerpauli, mit einem geradezu idealen Angebot entgegen:
Er hätte da ein original Renault-Chassis (also NOS) rumliegen und würde das gerne einem Bedürftigen anvertrauen.
Ich hab die Gelegenheit sofort wahrgenommen und hab das Teil vom Chiemsee abgeholt. Vielen Dank noch mal!

Tatsächlich eine "nagelneue" Bodenplatte, noch nie verbaut, lediglich ein bißchen Flugrost vom Lagern. Perfekt!
Die gesamten Achsteile wurden sandgestrahlt, lackiert und mit neuen Teilen komplettiert um dann an die hohlraumkonservierte
und frisch aufbereitete Bodenplatte drangeschraubt zu werden.



Bremsen wurden komplett inkl. aller Leitung (Kunifer) erneuert.


Lenkgetriebe komplett überholt.



Übrigens: die NOS-Bauschaumorgie in den Schwellerenden des neuwertigen Chassis hab ich noch vorsorglich entfernt.
Danach alles mit Fluidfilm geflutet - hier kommt so schnell kein Gammel mehr rein.

Weiter gings dann mit Motor und Getriebe.
Der Motor wurde komplett zerlegt und neu aufgebaut. Also: Kolben/Zylinder neu, Kurbelwelle geschliffen,
Zylinderkopf mit neuen Führungen und Ventiltrieb, alle Lager neu usw.


Getriebe ebenso: alle Lager neu (tw. NOS) und ebenso die Synchronringe (NOS), Kupplung usw.



Zwischendurch ist uns dann noch ein ziemlich regional gelegenes Schlachtauto in Form eines 1970er Export-Modells zugelaufen.


Da hat sich dann der Zustand unseres Autos wieder relativiert - Oh mein Gott, war der hinüber!

Trotzdem konnte ich einige Teile und auch Karosserieteile daraus sezieren und die sind jetzt zum Teil wieder in unserem Auto
wiederverwendet. An Nachhaltigkeit wohl kaum zu überbieten!



Momentan befinde ich mich im Endspurt mit den Schweißarbeiten an der Karosserie. Danach wird wieder eine längere Pause folgen - andere Projekte müssen auch fortgeführt werden

Ein paar offene Punkte hab ich noch, die ich noch entscheiden bzw. klären muss:

- Soll ich das Lüftungsgitter noch auf die Klappenvariante umbauen? Erfahrungen?

- Wie soll ich den Bereich am Dachfalz (B-Säule) mit vernünftigem Aufwand reparieren?


- Soll ich die Karosserie bereits zum Lackieren auf das fertig vorbereitete Chassis aufsetzen?


- Soll ich einen neuen Tank besorgen oder den alten schweißen? Gibts da Erfahrungen mit den Neuen?

 
Wenns wieder mehr Neues gibt, werde ich auf jeden Fall wieder berichten.

Gruß aus dem Salzkammergut


boxerpauli



Profischrauber
971 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 22.11.2023 18:08


Danke für die Blumen mit dem Chassis. Wenn das auf die Art neues Leben kriegt, ist doch alles okay.

Habe mein Häuschen vor der Montage lackiert. Da konnte der gesamte Bereich von unten mit Material, das auch BMW verwendet, komplett konserviert werden.

Tank schweißen ist sehr oft vergebliche Liebesmüh. Ich habe einen Tank mit perfektem Innenleben zuhause. Das Einfüllrohr müsste aber neu angelötet werden.

Du machst da eine Riesenarbeit. Hau´ mal rein, Ende April und Ende Mai gibt´s sehr wichtige Termine in der Steiermark und in Niederösterreich...

Viel Erfolg weiterhin.

Paul aus dem Chiemgau


sprowi



Profischrauber
2605 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 22.11.2023 18:29


Es macht Freude den Fortschritt deiner Restaurierung zu sehen, auch wenn es länger dauert. TOP!

Häuschen getrennt zum Lackierer finde ich auch besser, der kommt dann viel einfacher in jede Ecke.

Tank würde ich schweißen (Original zwar gelötet)

Und im Mai ist er fertig MUSS!

Liebe Grüße Alois




Geändert von sprowi am 22.Nov.2023 18:35
R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 23.11.2023 01:13


Mein lieber Herr Gesangsverein, du gibst es dir aber richtig.
Hut ab vor dem, was du da so zauberst. Ich sehe da eine Schnur, eine Meßuhr und noch viele weitere "Kleinigkeiten"
Was ich nicht sehe, ist der Rückfahrscheinwerferschalter im Getriebe, oder hast du erstmal nur ‘nen Platzhalter drinnen?
Mit dem Chassis vom Paul hast du alles richtig gemacht. Besonders die Eliminierung der Baumschauorgie wird dir einen Kummer ersparen, den du dir in deinen kühnsten Vorstellungen nicht erträumen kannst. Wie ich sehe, hast du dir auch eine neue HA mit 18oer Trommel geholt. Beim einpressen der Buchsen achte auf die richtige Position aller Teile zueinander, nicht das die Gummis wegen unnötiger Verspannungen vorzeitig den Geist aufgeben. Trommel vorne sollte dann auf jeden Fall die 228er sein.
Das Häuschen spannst du am besten auf ein Drehgestell, zum einen wird es dir dein Lacker danken, denn er muß ja auch an die Unterseite. Zum anderen gibt es die wenn auch recht schmalen Auflageflächen zum Chassis hin, die vorher zu lackieren ist sicherlich sinnvoll.
Wenn dein Tank ein verzinkter ist,  kannst du ihn tätsächlich mittels weichlöten reparieren, gleiches gilt für den Stutzen. Aber natürlich nur, wenn das Schadensbild es hergibt.
Beim Umbau auf alte Lüfterklappe mußt du, wenn ich das recht in Erinnerung habe, die Hebelmimik umbauen, was wohl noch recht einfach sein dürfte. Schwieriger wird da wohl eher die Umrüstung der Klappenbefestung am Aufbau. Ich bin mir nicht sicher, meine aber das dieses etwas von Blech hartgelötet ist.
Eine Frage bleibt zum Schluß: Dieses rot lackierte leidlich viereckige Teil auf dem ersten Bild, wöfür ist das? Ich kriegs grad so gar nicht eingeordnet ...

anerkennende Grüße, Thomas

ps. hast du schonmal über carblast nachgedacht? Lohnt sich.


schtanko


R4-Novize
21 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 23.11.2023 07:00




R4D4:


Eine Frage bleibt zum Schluß: Dieses rot lackierte leidlich viereckige Teil auf dem ersten Bild, wöfür ist das? Ich kriegs grad so gar nicht eingeordnet ...



Uiui, da hat sich ein Fremdprojekt eingeschlichen. Der R4 braucht ja keine Federteller
Auf jeden Fall schon mal Danke für die vielen Tipps.
Das mit dem Drehgestell wird sich nicht realisieren lassen, aber die LAckierung an der Unterseite der Karosserie hab ich auf jeden Fall vor.
Übrigens, das mit der Fertigstellung bis Mai 2024 geht sich auf gar keinen Fall aus. Leider.




Geändert von schtanko am 23.Nov.2023 7:00
Wolss



Edelschrauber
480 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 25.11.2023 22:26




schtanko:



R4D4:


Eine Frage bleibt zum Schluß: Dieses rot lackierte leidlich viereckige Teil auf dem ersten Bild, wöfür ist das? Ich kriegs grad so gar nicht eingeordnet ...



Uiui, da hat sich ein Fremdprojekt eingeschlichen. Der R4 braucht ja keine Federteller
Auf jeden Fall schon mal Danke für die vielen Tipps.
Das mit dem Drehgestell wird sich nicht realisieren lassen, aber die LAckierung an der Unterseite der Karosserie hab ich auf jeden Fall vor.
Übrigens, das mit der Fertigstellung bis Mai 2024 geht sich auf gar keinen Fall aus. Leider.


R4D4 wieder, keiner guckt genauer...


R4D4



Profischrauber
2735 Beiträge

RE: Vorstellung und grundlegende Fragestellung(en), 26.11.2023 01:24


Mann trägt jetzt Brille