Nochmal Tacho Jaeger (altes Armaturenbrett)
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boxerpauli


Profischrauber 971 Beiträge
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Nochmal Tacho Jaeger (altes Armaturenbrett), 16.05.2024 10:27
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Einer meiner R4 hat einen Tacho, der bei geringeren Geschwindigkeiten recht zuverlässig (im Sinne des R4) anzeigt, oberhalb von 80kmh aber immer zäher wird und kaum die 100 erreicht, obwohl der R4 schneller fährt. Also baugleichen Tacho von einem Schlachtfahrzeug hergenommen, mit dem Akkuschrauber die Welle gedreht, Zeiger wandert ohne Probleme bis zum Anschlag hoch, Zählwerk einwandfrei. Armaturenbrett zerlegt, Tacho gewechselt, gleich neue Glühlämpchen installiert und Probefahrt gemacht. Der Zeiger geht etwas höher, wird ab 100kmh aber auch sehr zäh, selbst bei längerem Gefälle mit zunehmender Geschwindigkeit geht der Zeiger kaum über die 100 hinaus. Ich gehe mal davon aus, dass die Verzahnung des Tachoantriebs okay ist, weil unter 100 gleichmäßige Anzeige, ohne Ruckeln oder kurzzeitige Aussetzer. Kennt jemand dieses Fehlerbild? Mache ich einen Denkfehler bei der Ursachensuche? Der ausgebaute (alte) Tacho arbeitet übrigens an der Akkubohrmaschine gut. Ich nehme jetzt nochmals die Tachowelle am Tacho ab und fummele ein Gleitöl aus einer Spraydose mit langem Düsenröhrchen rein. Eine bessere Idee habe ich nicht. Wie ich von einem markenfremden Oldiefreund aus dem Forum, der sehr gute Sachkunde vermitteln konnte, ja vor einiger Zeit lernen durfte, arbeitet der Tacho induktiv und vielleicht führt verharztes, altes Gleitöl zu höherer Reibung, was den Zeiger letztlich dämpft. Danke und Gruß Paul |
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R4D4


Profischrauber 2735 Beiträge
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RE: Nochmal Tacho Jaeger (altes Armaturenbrett), 16.05.2024 15:03
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Hallo Paul, Einen Denkfehler würd ich an dieser Stelle ausschließen. Eher eine geschlossene Tür, die noch nie geöffnet wurde. Das hat mich vor Jahren ja mit meiner Spritversorgung ereilt. Wobei ich hier auf die Welle tippen würde, weil ich in meinen Anfangszeiten mal ein zumindest ähnlich gelagertes Problem hatte. Ab etwa 7o reagierte der Tacho recht träge auf Geschwindigkeitsänderungen, rauf wie runter. Immer mir etwa 5 Sekunden Verzögerung und, was am kuriosesten war; direkt nach stehenbleiben zuckte er noch einzweimal kurz auf. Ursache war - wohl primär - eine völlig verschmockte Welle, sekundär wahrscheinlich auch, daß sie sich an einigen Stellen recht dünn und ansatzweise schon leicht in sich gedreht hatte. Das nur als gedanklichen Türöffneranstoß. Viel Erfolg, Thomas |
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+Zahnscheibe+

Profischrauber 619 Beiträge
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RE: Nochmal Tacho Jaeger (altes Armaturenbrett), 16.05.2024 18:19
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Wenn du die Tachowelle am Getriebe löst und dann ein passendes Schlauchstueck aufsteckst bekommst du einen kleinen Trichter. Hoch gehalten und mit dem passenden Öl eingefüllt zieht das Öl durch die Welle. Vorsicht, nicht das Instrument fluten. Auch das Kupplungsseil kann man auf diese Weise schmieren. Geht danach wieder butterweich.
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WinfriedB

Profischrauber 1319 Beiträge
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RE: Nochmal Tacho Jaeger (altes Armaturenbrett), 16.05.2024 20:56
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Von dem mit dem markenfremden Oldie hast du bestimmt nicht gelernt, daß der Tacho induktiv arbeitet, weil es nur zum Teil stimmt. Durch einen durch die Tachowelle gedrehten Magneten wird in einem diesem umgebenden Aluring (bzw. -topf) zwar ein Strom induziert. Dieser verursacht dann wieder ein Magnetfeld, das dem des drehenden Magneten entgegengesetzt ist. Hindert man nun diesen Alutopf durch eine Feder am Mitdrehen, wird er vom Drehmagneten mehr oder weniger mitgenommen - Tachnonadel bewegt sich. Das Ganze nennt man Wirbelstromprinzip. Das spielt aber bei der Fehlersuche wohl weniger eine Rolle, da beide Tachos ja mit Bohrmaschine funktionieren. Ob Sprühöl da viel bringt, wird sich rausstellen, allerdings kann es bei feinmechanischen Teilen auch wieder zum Problem werden, da es Teile verkleben kann (Feinmechanik-Öle sind sehr dünnflüssig und "pappen" nur sehr wenig). Woran es liegt, weiß ich auch nicht, aber vermutlich eher außerhalb des Tachogehäuses. |
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