Moin, heute habe ich den technischen Endspurt beim Blauen gemacht, der fährt am Freitagmorgen in den Westerwald mit mir, wen der mich mitnimmt. Beide R4 waren zur selben Zeit nicht fahrbereit. Der Portugiese machte auf der Beifahrerseite vorn Geräuche, ein kratzendes Geräusch als wenn ein Reifen im Radkasten schleift. Ich habe alles getauscht was ging, das Rad, den Radträger, die Antriebswelle und zum Schluß auch das Getriebe. Hat alles nichts gebracht, das werde ich mir nochmal alles vornehmen. Der Blaue sollte nur eine Durchsicht mit Einstellung der Zündung bekommen. Den Zündzeitpunkt habe ich eingestellt und den Verteiler auf Einstellung 8 gestellt, eine poröse Benzinleitung ausgetauscht, Öl gut, Wischwasch gut, Kühlwasser aufgefüllt und am Ansaugkrümmer noch mal die Feile angesetzt, weil der leicht Kontakt mit der Lenksäule hatte. Dann gab es eine Kaffeepause, mit danach das Auto wegstellen und Garage aufräumen. Als ich nach der Pause den Blauen Renner wegstellen wollte, sprang der kurz an und ging aus, das selbe Spiel nach allen zehn weiteren Startversuchen. Was kann das nur sein? Meine erste Idee war die elktronische Zündung, die mochte ich noch nie. In meinem Fundus war ein überholter mechanischer Verteiler, passend zu der eingebauten Nockenwelle. Das Ding war schnell umgesetzt, aber der Motor war immer noch tot. Als nächstes war der Weber dran, Benzin kam an und die Filter sind fit. Dann habe ich den Vergaser geöffnet, Schwimmer ist freigängig und die Düsen nicht verstopft. Nach dem ich den Weber wieder zusammen hatte, war Feierabend, Dreiersofa und Nachdenken. Am nächsten Morgen wurde der Blaue mit viel Drehzahl aus der Garage gefahren. Schnell noch mal unter die Haube gekuckt und dabei habe ich gesehen das leichter Dampf aus dem Ansaugstutzen aufstieg, an einer Stelle wo nichts dampfen sollte. Ich wuste sofort was passiert war, der halbe Milimeter den ich mit der Feile abgetragen hatte war zu viel, ein kleines Loch tat sich auf, wie niedlich, Scheißdreck großer Haufen. Das bedeutet viel Arbeit, der Krümmer muß raus. Vergaser ab, Abgasrohr trennen, Motorhalter lösen und den Motor leicht anheben. Dann läßt sich der Krümmer schmerzfrei abbauen. In meinem Fundus gab es einen Ersatzkrümmer, der mußte aber erstmal schick gemacht werden, bürsten und lackieren war angesagt. An den Ansaugkanälen habe ich auch die Übergänge zum Kopf nachgefräst. Den Alukrümmer habe ich mit einem Handfräser an die Lenkstange angepaßt. Die anschließende Montage mit Vergaser, Luftfilter und Abgasrohr war schnell gemacht. Außerdem tauschte ich noch das erste Abgasrohr, das war angerissen. Der Motor sprang sofort an und auf der Probefahrt ging es richtig zur Sache. Der mechanische Zündverteiler macht den Motor drehwilliger. Der Blaue und ich stehen in den Startlöchern, Freitag um 8.00 Uhr ist Start! Grüße aus Hamburgs wilden Osten, der Blaue 


Geändert von Renova am 30.Jul.2025 22:23 |