elektronische Zündung - Erfahrungen?
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Ingo Heitel

Profischrauber 693 Beiträge
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elektronische Zündung - Erfahrungen?, 15.09.2025 07:32
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Liebe R4-Fans, nachdem das Thema bei den Unterbrecherkontakten gerade wieder abbiegt - hier der Versuch, es einzufangen ;-) Wie sind euer Erfahrungen mit elektronischen Zündungen? Meine, ganz verschiedenen, Erfahrungen: In der Isetta habe ich dadurch einen sehr viel gleichmäßigeren Leerlauf, was wichtig ist, wenn nur einmal alle 2 Umdrehungen eine Zündung erfolgt ( Transistorzündung mit Unterbrecherkontakt ) Im Peugeot 203 funktioniert der 123-Verteiler problemlos ( der alte SEV- Verteiler war schon sehr ausgeschlagen, und ich hatte seinerzeit keinen Ersatz gefunden ) Im Peugeot 404 fiel der 123-Verteiler mehrfach aus und musste ersetzt werden - Grund war ein defekter Lichtmaschinenregler, der die Spannung schwanken ließ Im R4 hatte ich mal eine Transistorzündung drin, und merkte damit jedoch keinen Unterschied. Seit ein Defekt auftrat, den ich nicht finden und reparieren konnte - sind wieder Unterbrecher am Werk, deren Funktion ich verstehen und prüfen kann ... Und bei Euch?
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APEL601


R4-Novize 49 Beiträge
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RE: elektronische Zündung - Erfahrungen?, 15.09.2025 09:05
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Renault produzierte tatsächlich R5 für den nordamerikanischen Markt, die mit elektronischen Zündsystemen von Ducellier ausgestattet waren. Diese waren notwendig. Da diese R5 mit Katalysatoren ausgeliefert werden mussten. Eines Morgens, sprang mein R5 nicht mehr an. Ich war weit weg von zu Hause und hatte keinen Zündfunken. Deshalb besorgte ich mir einen Unterbrecherverteiler von einem ähnlichen Motor und eine Zündspule, um wieder ans Laufen zu kommen. Dies war das erste und letzte Mal, dass mein R5 mich in Stich ließ imgur.com/WjJaMTA imgur.com/APqG9xP
Geändert von APEL601 am 15.Sep.2025 9:13 |
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elch101


Profischrauber 1677 Beiträge
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RE: elektronische Zündung - Erfahrungen?, 15.09.2025 09:21
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Früher hab ich ein halb-dutzend mal die Fessler biz eingebaut, also Transistor durch Unterbrecher gesteuert. Ruhigerer Leerlauf, spürbar bessere Gasannahme und Leistung ab Standgas in den unteren Drehzahlbereichen. Obenrum merk ich keinen Unterschied. Nachteile: Man hat immer noch den Unterbrecher, der verschleißt eher am Abnehmernocken als durch Abbrand. Wenn der Verteiler in der Fliehkraftverstellung vernudelt ist bringt es auch nix. Wie auch beim Ignitor. Zweimal hat mir´s so ne Zündung durch eine defekte Zündspule abgeschossen, wurde problemlos und kostenfrei repariert. Ich würde sagen, ne nette low-budget Spielerei zum Feintuning für Leute, die sich sowas für 10-15 Euro selber bauen können und gern elektronisch Tüfteln. Die 123 hab ich mittlerweile mindestems zwei Dutzend mal am R4/6/Rodeo verbaut. Immer in der Standartausführung, manuell verstellbar, mit Unterdruck. Da waren ein paar Kollegen dabei, die schon 200.000 km damit gerudert sind. Noch kein Ausfall. In dem Mercedes Klassiker Laden, wo ich aushelfe, verbauen wir sie auch oft, keine Beschwerden. Vorteile genau wie bei den Transistor Umrüstungen. Theoretisch kann die Zündung wesentlich mehr, das spark-ballancing findet tatsächlich statt, aber ich merke keinen Unterschied zur Fessler Zündung. Wenn man auf Leistungssuche ist, mit anderen Vergasern, geänderter Verdichtung, mehr Hubraum rumspielt, geht eigentlich kein Weg an der 123 vorbei, um schnell verschiedene Kennlinien austesten zu können. Meine Erfahrung hierbei: Mit dem heutigen Sprit vertragen unsere Motoren einiges mehr Frühzündung im Stand. Bis zu 10-12 Grad. Dann ballern sie beim Beschleunigen ab Stand oder in niedrigen Drehzahlen auch sehr spürbar kräftiger los. Aber bei höheren Drehzahlen klingelt zwar noch nix, zuviel Frühzündung kostet dann aber Leistung. Was man definitiv nicht braucht, sind die zur 123 empfohlenen Zündkabel, m.E. minderwertiger Ami-Müll, die Spulen auch. Unsere alten, knüppelharten Zündkabel gehen nie kaputt, wenn sie nicht mechanisch beschädigt werden, die Kontaktflächen sollte man etwas pflegen. Alles was Renault später verbaut hat (oft Beru in hellblau) und was man am aftermarket an Silikonkabeln bekommt, ist empfindlich und regelmäßig im Eimer. |
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elch101


Profischrauber 1677 Beiträge
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RE: elektronische Zündung - Erfahrungen?, 15.09.2025 09:27
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P.S. Die Kombination aus defekter Hochleistungszündspule und 123 hatte ich noch nicht. Kann also nicht sagen, wie gut diese abgesichert sind. |
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APEL601


R4-Novize 49 Beiträge
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RE: elektronische Zündung - Erfahrungen?, 15.09.2025 09:45
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elch101:
...Vorteile genau wie bei den Transistor Umrüstungen.... Der Toyota Mark II meiner Schwester, Baujahr 1976, hatte einen transistorisierten Zündverteiler, der die durch zu hohe Stromaufnahme zwischen den beiden Kontaktpunkten verursachte Unterbrechererosion deutlich reduzierte. Dies schien der beste Kompromiss zwischen herkömmlichen Unterbrecherzundverteilern und kontaktlosen elektronischen Zündverteilern zu sein
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sprowi


Profischrauber 2605 Beiträge
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RE: elektronische Zündung - Erfahrungen?, 15.09.2025 10:18
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Hallo Ingo, ich habe schon etwa 10 Ducellier und einen Femsa (ja Rundablage) Verteiler erfolgreich mit der blauen Zündbox umgerüstet. Eine Hochleistungszündspule wäre auch zu empfehlen. z.B. blaue Bosch. Mein R4-Gordini Style läuft mittlerweile schon 14 Jahre damit ohne Probleme. Auch von den umgebauten habe ich keine Klagen vernommen, im Gegenteil, der 4er läuft besser und ebenso das Startverhalten. 
fessler.biz/index.php/preise-daten-bestellung


Originalen Kondensator montiert gelassen um im Notfall zurückrüsten zu können. Bisher keine Notwendigkeit.  Beim R4-Gitanes habe ich die 123 verbaut und ich bin ebenfalls sehr zufrieden. Ist aber preislich nicht jedermanns Sache. 
Auch einen Umbau auf kontaktlos habe ich erfolgreich erledigt. (Fulmax) www.fulmax.de/information.php 


Mein Fazit:ALLE Änderungen sind, wenn sie sauber gemacht wurden zu empfehlen. Liebe Grüße Alois
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sprowi


Profischrauber 2605 Beiträge
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RE: elektronische Zündung - Erfahrungen?, 15.09.2025 11:55
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Noch was ist mir eingefallen, wegen H-Zulassung und so, Transistorzündungen habe ich schon in den 80er mit Kumpel verbaut. (BMW320) Damals allerdings noch Platine selbst geätzt und Bauteile verlötet. Also ganz Zeitgenössisch  Liebe Grüße Alois
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